Mit Avatar hat es so richtig begonnen. Die Massen strömten ins Kino um die neuesten 3D-Effekte zu bestaunen. Das war auch wirklich beeindruckend. Wann hatte man schon zuvor wirklich das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein? Geblendet von den Effekten bekam der Film tolle Kritiken und liegt in der Liste der erfolgreichsten Filme an erster Stelle und das obwohl die Story vorhersehbar und abgekupfert ist.Seitdem traut sich kaum ein Film mehr keine 3D-Fassung anzubieten. Sei es nun "The last airbender" oder der neue Harry Potter, alles muss es auch in 3D geben. Das an und für sich wäre noch kein Problem.
Leider sind Kinos auf die Idee gekommen für 3D-Filme eine Extragebühr einzuheben. Im Falle des UCI sind das der Digital-Zuschlag (0,50€), der 3D-Zuschlag (2,50€) und die Leihgebühr für die 3D-Brille (1€), das macht satte 4€ mehr als bei einem Nicht-3D-Film. Im Falle des Cineplexx kommt man mit 3,50€ nur knapp billiger davon.
Selbst das wäre noch kein Problem, wenn man die Wahl hätte. Oft wird aber nur die 3D-Version angeboten, die populären Vorstellungen (20 - 21 Uhr) sind sowieso immer in 3D.
Dabei machen die Filme interessanterweise etwas durch, was Computerspiele schön langsam hinter sich lassen. Über eine schwache Handlung soll eine tolle Grafik hinwegtäuschen. Das war bei zB: bei Ice Age 3 und Avatar zu sehen. Dass es auch anders geht zeigt Inception.
Zusätzlich scheuen sich die Kinos aus nicht, Gebühren für Überlänge (schon ab 2 Stunden Filmdauer) einzuheben. Dass im Falles des UCI eine 0,5l-Flasche Mineralwasser auf 3,15€ und eine kleine Packung-Popcorn auf 4,25€ kommt, sei dabei nur am Rande erwähnt. Die Kinobetreiber sollten dabei einmal nachdenken, dass man Kunden auch zu Raubkopiereren machen kann, wenn man sie zu sehr ausnimmt. Ich werde mir bei solchen Preisen auch in Zukunft die meisten Filme auf DVD von der Videothek ausborgen.