Seiten

Freitag, 29. Oktober 2010

Große Ohren, große Schnäbel und kleine Stars

Am Wochenende haben wir wieder einmal den Schönbrunner Zoo besucht und so konnte ich das erste Mal Tuluba (was übersetzt große Ohren bedeutet) sehen (Bild). Abgesehen von den Ohren ist der Elefant noch sehr klein, klein genug um bequem unter seiner Mutter durchspazieren zu können, von der er sich nie mehr als ein paar Meter entfernt.

Eine weitere interessante Beobachtung war die Fütterung der Pelikane. Die ersten paar Sekunden hat sich der Pfleger gar nicht die Mühe gemacht, die Fische aus dem Kübel zu nehmen - die Pelikane verhalfen sich selbst zu ihrem Futter und machten anständig Platz, nachdem sie ein paar Fische in ihren Schnäbeln verstaut hatten. Die Rangelei ging erst richtig los, als der Pfleger anfing die Fische ins Wasser zu werfen, weil dann die viel kleineren Komorane mitmischten und sich todesmutig ihr Futter holten, oft nur knapp verfehlt vom Schnabel eines Pelikans, der auf den selben Fisch Lust hatte. Ganz am Schluss der Fütterung mischten dann noch Besucher aus der "Wildnis" mit - Reiher aus der Umgebung hatten mitbekommen, dass es was zu holen gibt.
Das wahre Highlight waren aber zwei Eichhörnchen. Beide hatten absolut keine Scheu mehr vor den Menschen. Eines der beiden war besonders frech, nicht nur dass es so nah kam, dass man es über den Kopf streicheln konnte, nein, es ging ungeniert direkt auf der Lady of the Goats spazieren. Die beiden Eichhörnchen zogen teilweise mehr Aufmerksamkeit auf sich, als die eigentlichen Attraktionen des Zoos.

Ansonsten war nicht viel Neues: Von den neuen Wölfen war nur die Spitze einer Schnauze zu sehen und auch das kleine Halsbandpekari-Junge versteckte sich geschickt. Dafür war der Spaziergang durch das Regelwaldhaus aufgrund der kühlen Temperaturen angenehm. Wie immer hat sich der Besuch des Zoos auf alle Fälle gelohnt.

Verwaltungsreform

Es ist die alte Geschichte: Der Staat hat zu wenig Geld und es wird nach Wegen gesucht an neue Einnahmequellen zu kommen bzw. die Ausgaben zu senken.
Es gibt mehrere Möglichkeiten die Neuverschuldung zu verringern, und je nachdem, wie man es anstellt, trifft es verschiedene Bevölkerungsschichten - zum Beispiel Autofahrer oder Studenten. Und eben diese Bevölkerungsschichten sind dann unzufrieden. Dabei wäre es viel einfacher.

Vor jeder Wahl sind sich alle Parteien immer über eines einig - eine Verwaltungsreform muss her! Diese soll alle ambitionierten Vorhaben finanzieren. Eine Verwaltungsreform soll je nach Auslegung zwischen 1 und 4 Milliarden Einnahmen bringen, also eine nicht vernachlässigbare Summe. Wenn die Lösung also so naheliegend ist, warum wird dann nicht endlich was in diese Richtung unternommen? Man kann nur Vermutungen anstellen, weil nicht genau klar ist, was die Parteien sich unter einer Verwaltungsreform vorstellen.

-) Eine Verwaltungsreform ist keine Hauruck-Aktion und deshalb nicht unmittelbar als Erfolg verkaufbar. Derartige Vorhaben werden von Politikern nicht durchgeführt, weil sie leider nur bis zur nächsten Wahl denken.
-) Eine Verwaltungsreform greift direkt die Kompetenzen der Länder an und beide Regierungparteien haben starke Landesfürsten mit denen sie es sich nicht verscherzen wollen.
-) Die Parteien haben keine Ahnung, wie sie bei einer Verwaltungsreform vorgehen sollen, weil es keine Konzepte gibt und die Verwaltungsreform ist nur eine Worthülse, die immer dann rausgekramt wird, wenn man Finanzierungskonzepte vorlegen will.

Was auch immer der Grund sein mag, so wie es aussieht werden wir sehr lange auf eine Verwaltungsreform warten müssen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Ordnungszahl 92

Bei der Diskussion um einen Atomausstieg wird unter den Vorteilen immer das Argument angeführt, dass Atomkraftwerke umweltfreundlich seien, weil sie den Treibhauseffekt nicht beschleunigen. Leider wird dabei immer außer Acht gelassen, dass die Endlagerung für die Umwelt sicher nicht förderlich ist.

Leider treten allerdings bereits weitere gravierende Probleme auf, solange führende Industrienationen weiterhin auf Kernkraft setzen. Durch den steigenden Bedarf an Uran steigt der Preis kontinuierlich, wodurch die Wirtschaft mit Begeisterung neue Uranvorkommen sucht. Fündig wurden sie dabei im Grand Canyon, wo die letzte Uranmine 1972 geschlossen wurde. Es wird allerdings vermutet, dass noch unentdeckte Uranvorkommen im Canyon gefunden werden können. Aus diesem Grund versuchen mehrere Firmen Zulassungen für Probebohrungen zu bekommen.

Neben der Zerstörung der dortigen Natur geht damit eine Gefahr für die dort lebenden Ureinwohner sowie eine Gefahr für das Trinkwasser für 30 Millionen Menschen im Westen der USA aus.

Ebenso wie beim Öl zeigt sich die Menschheit hier äußert kurzsichtig. Koste es was es wolle, werden die letzten Ressourcen ausgebeutet, ehe man endlich auf erneuerbare Energieformen setzt - allerdings natürlich erst, wenn es nicht mehr anders geht.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Schwarze Zukunft

Manchmal stellt man sich die Frage warum man überhaupt wählen geht, wenn am Ende sowieso wieder Rot-Schwarz rauskommt. Wenn man sich die Wahlprogramme der SPÖ, ÖVP und der Grünen ansieht, dann erkennt man deutlich mehr Übereinstimmung zwischen Rot und Grün als zwischen Rot und Schwarz. Trotzdem bahnt sich wieder eine Koalition Rot-Schwarz an.

Warum?

Zu den 27% für Blau will ich gar nichts sagen, da fehlen mir die Worte.