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Freitag, 5. März 2010

Stilles Zeichen gegen Rechts

Es ist so einfach: Die FPÖ braucht nur irgendeinen ihrer rechten Recken aufzustellen uns schon dominieren sie über Wochen die Schlagzeilen. Idiotische Anwälte meinen dann sie müssten Rosenkranz anzeigen, um selber in die Medien zu kommen und damit der FPÖ genau die Aufmerksamkeit schenken, die die Medien ihnen verwehren sollten.

Vor jeder Wahl wird außerdem dann noch über die Sinnhaftigkeit des Bundespräsidentenamtes diskutiert. Ich halte das Amt für sehr wichtig. Ja, es stimmt schon, viele Rechte hat er nicht. Aber er kann zum einen die Regierung ernennen und auch vorgeschlagene Ministerkandidaten ablehnen (wie Prinzhorn und Kabas). Zum anderen kann er die Regierung auch entlassen - ein Recht, dass er hoffentlich niemals nutzen muss. Es ist aber gut zu wissen, dass über der Regierung jemand steht, der sie zur Not auch entlassen kann.

Man darf nicht vergessen, dass auch Hitler in Deutschland durchaus im Rahmen der Demokratie operiert hat und erst schrittweise zum Diktator aufsteigen konnte, was auch ein Versagen der demokratischen Kräfte zu dieser Zeit war.

Gut also, dass wir einen "Wächter" haben. Wichtig ist, unser Wahlrecht wahrzunehmen und mit einer Stimme ein Zeichen zu setzen - für die Demokratie, gegen rechte Spinnereien.

Goldene Jammermedaille

Das einst so stolze Skinationalteam der Herren hat es also nicht geschafft eine Medaille zu erreichen. Dafür wurde man dreimal Vierter. Sofort werden Konsequenzen angekündigt, die im Prinzip so aussehen sollen: Mehr Geld reinstecken, neue Strukturen schaffen. Klingt toll, sagt aber nichts aus.

Aber wo ist eigentlich das Problem? Dass die österreichischen Fahrer nicht die selbe Favoritenrolle innehaben wie vor 4 Jahren war eigentlich von vornherein klar, auch wenn der ORF das nicht wahrhaben wollte. Und wenn man statt vier nur einen wirklichen Medaillenkandidaten hat, dann ist die Gefahr groß, dass es einfach nicht klappt. Zum Vergleich: Die österreichischen Skispringer - vier Siegspringer - erreichten auch "nur" Bronze - die anderen drei hatten zwei schlechte Tage.

Jetzt die Trainer auszuwechseln oder einfach mehr Trainer einzustellen wird auch keine Veränderung bringen. Das Problem hat schon vor Jahren begonnen, die "alte Garde" hat für Erfolge gesorgt, es kamen wenig Junge nach (auch weil die Plätze belegt waren). Jetzt haben wir die Rechnung präsentiert bekommen. In ein paar Jahren sieht das wieder anders aus. Bestes Beispiel: Schweiz - vor ein paar Jahren noch belächelt haben sie diesmal 3 Medaillen geholt, davon zwei in Gold.

Videoabend

Diesmal entschieden wir uns für 3 bekanntere Filme:

X-Men Origins: Wolverine:
Ich war von den ersten 3 X-Men-Filmen nicht sehr begeistert und auch den Charakter von Wolverine konnte ich nicht so wirklich leiden. Deshalb war ich von dem Film positiv überrascht, denn er erklärt ganz gut wie aus Wolverine das wurde, was er heute ist. Die Geschichte wird nachvollziehbar erzählt und die einzelnen Charaktere passen gut zur Geschichte - am besten fand ich Gambit. Das Ende war eine gute Überleitung zur X-Men-Trilogie. Die Story ist solide und über weite Teile spannend. Insgesamt ein gelungener Film.

Oben:
Wo Pixar draufsteht ist Qualität drin (einzige Ausnahme: Cars). Der Film ist allerdings anders als andere Pixar-Filme. Die erste halbe Stunde erzählt der Film eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem herzzerreißendem Ende. Für einen kurzen Zeitraum bleibt es dann noch ernst, aber dann setzt der übliche Pixar-Effekt ein und man hat einiges zu lachen. Auch wenn der Film bei weitem keine Pointenschleuder a la "Findet Nemo" ist, wird er nie langweilig. In der zweiten Hälfte verliert der Film etwas an Qualität (der Bösewicht ist platt, die Hunde über weite Strecken unnötig, vor allem die Flugzeugszene war daneben), doch gerade dort setzt er noch einmal auf Gefühle und verkündet uns die große Botschaft: Oft ist das Paradies hier und jetzt. Obwohl der Film Spaß macht behandelt er durchaus ernste Themen (Tod, Alter) und ist nicht unbedingt ein Kinderfilm. Auf alle Fälle reiht er sich in die Liste guter Pixar-Filme ein.

Transformers:
Der Film ist anfänglich gar nicht schlecht - solange er sich auf eine Handlung konzentriert, schön langsam eine Geschichte aufbaut und ein paar witzige Szenen hat. Leider arbeitet der Film auf ein actionreiches Finale hin, dass hier über eine halbe Stunde dauert. Eine halbe Stunde in der man eigentlich nicht viel mehr erkennt, als herumfliegende Metallhaufen. Das sieht vielleicht fünf Minuten interessant aus, danach wird es langweilig. Vor lauter Action setzt der Film sämtliche Logik außer Kraft. Der Würfel hinter dem alle her sind, wird dem schwächsten Glied der Kette gegeben, Menschen, die vorher nicht angefasst werden dürfen (nicht einmal um einen Freund zu befreien) werden hier in großem Maße als Kollateralschaden in Kauf genommen, das Militär verschanzt sich in einer Stadt - gegen riesige Metallroboter eine tolle Taktik. Selbst der Verlust eines Freundes wird eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Und am Schluss kommen sich die Hauptstarsteller auf der Motorhaube eines Autobots näher - wer wollte noch nie Sex auf einem anderen Lebenwesen haben? Ein weiterer Actionfilm, der zu viel Action und zu wenig Film ist.