Ist das alles Kalkulation? Die FPÖ dominiert die Nachrichten wie keine andere Partei und das unmittelbar vor der EU-Wahl. Ich befürchte Schlimmes für den Wahltermin. Als ob HPM nicht gereicht hätte, haben wir wahrscheinlich auch noch einen BZÖ-Mandatar und einige weitere FPÖ-Mandatare in Brüssel sitzen. Lernen die Wähler denn nichts dazu? Was hat uns die FPÖ, das BZÖ oder Hans-Peter Martin gebracht? Welches seiner Wahlversprechen hat HPM gehalten?
Warum verstehen die Menschen nicht, dass man, um einen Protest auszudrücken, nicht unbedingt den politischen Bösewicht wählen muss? Sind die Menschen dumm, rechtsradikal oder gibt es einen anderen Grund die FPÖ zu wählen? Das muss man doch sehen, dass das alles nur Show ist. Strache ist kein Politiker, er ist ein Polterer, ein Hetzer, ein Entertainer. Ich will nicht, dass solche Menschen über unser aller Schicksal entscheiden. Gleich, ob sie Strache, Mölzer oder Stadler heißen.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Sprachterroristen
Ok, Ariel Muzicant hätte Kickl nicht mit Goebbels vergleichen sollen. Aber Grafs Gegenschlag war alles andere als in Ordnung. Einen anderen Menschen als Terrorismuspaten zu bezeichnen ist für einen Nationalratspräsidenten unwürdig. Leider tritt Herr Graf nicht zurück und das obwohl es ihm von verschiedenen Seiten nahegelegt wurde. Das führt zum eigentlichen Problem: Nationalratspräsidenten sind nicht abwählbar. Meiner Meinung nach gehört das geändert. Denn wenn 2/3 des Nationalrats einem Präsidenten nicht mehr haben wollen, dann hat es auch keinen Sinn, dass er diesen Nationalrat noch leitet.
Sonntag, 24. Mai 2009
Auf nach Nizza
Das Urlaubsziel für diesen Sommer steht fest: Nizza.
Nizza liegt an der Côte d'Azur, ca. 20km von Monte Carlo (die mit dem Formel-1-Grand Prix) und 30km von Cannes (die mit den Filmfestspielen) entfernt. Nizza selbst gehört zu Frankreich, demnach ist die Amtssprache französisch und die Währung Euro.
Viel mehr über Nizza werd ich nach meinem Urlaub zu berichten haben, dann gibts auch Fotos.
Nizza liegt an der Côte d'Azur, ca. 20km von Monte Carlo (die mit dem Formel-1-Grand Prix) und 30km von Cannes (die mit den Filmfestspielen) entfernt. Nizza selbst gehört zu Frankreich, demnach ist die Amtssprache französisch und die Währung Euro.
Viel mehr über Nizza werd ich nach meinem Urlaub zu berichten haben, dann gibts auch Fotos.
Wir bauen uns ein Monster aus Rock
Und das schicken wir in die Arena, in der Gestalt des FURT (Farin Urlaub Racing Team).
Die haben nämlich vergangenen Mittwoch für Stimmung gesorgt. Es wurde wieder alles geboten was man sich von Farin Urlaub erwartet. Dumme Sprüche, Mitmachaktionen und wunderbare Lieder.
Die Liederauswahl war fast perfekt. Eine Mischung aus allen 3 Alben, nur "Dusche" und "Monster" haben gefehlt, dafür war das Eingangslied der zweiten Zugabe "Insel", was mich besonders gefreut hat.
Ein wirklich tolles Konzert, das Wetter war für ein Open-Air-Konzert auch genau richtig. Werd beim nächsten Mal sicher wieder dabei sein.
Die haben nämlich vergangenen Mittwoch für Stimmung gesorgt. Es wurde wieder alles geboten was man sich von Farin Urlaub erwartet. Dumme Sprüche, Mitmachaktionen und wunderbare Lieder.
Die Liederauswahl war fast perfekt. Eine Mischung aus allen 3 Alben, nur "Dusche" und "Monster" haben gefehlt, dafür war das Eingangslied der zweiten Zugabe "Insel", was mich besonders gefreut hat.
Ein wirklich tolles Konzert, das Wetter war für ein Open-Air-Konzert auch genau richtig. Werd beim nächsten Mal sicher wieder dabei sein.
Filmabend
Unter Kontrolle
(OT: Surveillance)
Eigentlich hat in diesem Film alles gut angefangen. Eine zugegeben etwas eigenartige Erzählart für einen Krimi, aber durchaus frisch und spannend. Wie es sich für einen guten Film gehört, steigert sich auch die Spannung. Leider macht der Film am Ende so ziemlich alles falsch. Das Ende ist zwar überraschend, schummelt dabei aber (vorangegangene Szenen werden ad absurdum geführt), und wirkt außerdem an den Haaren herbeigezogen. Somit bleibt am Ende eine Enttäuschung.
The dark knight
Auch beim zweiten Mal Anschauen ein sehr guter Film. Die Leistung von Heath Ledger besticht, die Action passt, der Humor ist zwar dünn gesät, was aufgrund der düsteren Handlung aber passend ist. Wirklich sehenswert.
Man of the year
Ein Film, der einen großen Fehler begeht und dadurch nicht richtig in Fahrt kommt. Einerseits geht es um die Wahl eines Entertainers zum amerikanischen Präsidenten, andererseits um einen vertuschten Bug in der Software der Wahlcomputer. Diese zwei Handlungsstränge werden ineinander verwoben, was nicht funktioniert. Die Anknüpfungspunkte wirken konstruiert, die Story schweift oft ab und das Ende ist leider überhaupt nicht glaubwürdig.
Fazit: Vorsicht bei Filmen abseits des Mainstreams, das kann schiefgehen.
(OT: Surveillance)
Eigentlich hat in diesem Film alles gut angefangen. Eine zugegeben etwas eigenartige Erzählart für einen Krimi, aber durchaus frisch und spannend. Wie es sich für einen guten Film gehört, steigert sich auch die Spannung. Leider macht der Film am Ende so ziemlich alles falsch. Das Ende ist zwar überraschend, schummelt dabei aber (vorangegangene Szenen werden ad absurdum geführt), und wirkt außerdem an den Haaren herbeigezogen. Somit bleibt am Ende eine Enttäuschung.
The dark knight
Auch beim zweiten Mal Anschauen ein sehr guter Film. Die Leistung von Heath Ledger besticht, die Action passt, der Humor ist zwar dünn gesät, was aufgrund der düsteren Handlung aber passend ist. Wirklich sehenswert.
Man of the year
Ein Film, der einen großen Fehler begeht und dadurch nicht richtig in Fahrt kommt. Einerseits geht es um die Wahl eines Entertainers zum amerikanischen Präsidenten, andererseits um einen vertuschten Bug in der Software der Wahlcomputer. Diese zwei Handlungsstränge werden ineinander verwoben, was nicht funktioniert. Die Anknüpfungspunkte wirken konstruiert, die Story schweift oft ab und das Ende ist leider überhaupt nicht glaubwürdig.
Fazit: Vorsicht bei Filmen abseits des Mainstreams, das kann schiefgehen.
Montag, 18. Mai 2009
Demaskierung
Die FPÖ hat am Samstag eine Anzeige geschaltet, in dem vor einem EU-Beitritt der Türkei und Israels gewarnt wird.
Der Türkei-Beitritt wird von der FPÖ aus vielen Gründen abgelehnt, wie eine zu Rest-Europa divergierende Rechtssprechung (und geltendes Recht in weniger fortschrittlichen Teilen des Landes), der Tatsache, dass ein Großteil des Landes nicht in Europa liegt und der Angst, dass die Türkei für die EU zu groß und in der EU zu mächtig sei.
"Es spricht nichts dagegen, dass alle europäischen Länder zur EU kommen", so Strache. Er begreife sogar Russland als Teil Europas, Israel hingegen nicht. Das betreffe die ganze Russische Föderation, sagte er auf Nachfrage. (Quelle: orf.at)
Da haben wir es mit Russland viel besser. Die Rechtsauffassung ist in Russland natürlich vorbildlich. Unliebsame Journalisten werden ja nicht etwa umgebracht, die Opposition darf sich frei entfalten, friedliche Demos werden beschützt und nicht niedergeschlagen. Und das nicht nur in den zivilisierten Gebieten im Westen. Der Großteil Russlands liegt natürlich nicht in Asien (nur ca. 3/4) und die Kultur eines Russen, der im ostchinesischen Grenzgebiet wohnt, wird mit meiner fast deckunsgleich sein. Russland würde mit seiner geringen Größe auch keine Übermacht in der EU darstellen.
Also warum Russland in die EU und Türkei und Israel nicht? Ich finde keine Antwort.
Der Türkei-Beitritt wird von der FPÖ aus vielen Gründen abgelehnt, wie eine zu Rest-Europa divergierende Rechtssprechung (und geltendes Recht in weniger fortschrittlichen Teilen des Landes), der Tatsache, dass ein Großteil des Landes nicht in Europa liegt und der Angst, dass die Türkei für die EU zu groß und in der EU zu mächtig sei.
"Es spricht nichts dagegen, dass alle europäischen Länder zur EU kommen", so Strache. Er begreife sogar Russland als Teil Europas, Israel hingegen nicht. Das betreffe die ganze Russische Föderation, sagte er auf Nachfrage. (Quelle: orf.at)
Da haben wir es mit Russland viel besser. Die Rechtsauffassung ist in Russland natürlich vorbildlich. Unliebsame Journalisten werden ja nicht etwa umgebracht, die Opposition darf sich frei entfalten, friedliche Demos werden beschützt und nicht niedergeschlagen. Und das nicht nur in den zivilisierten Gebieten im Westen. Der Großteil Russlands liegt natürlich nicht in Asien (nur ca. 3/4) und die Kultur eines Russen, der im ostchinesischen Grenzgebiet wohnt, wird mit meiner fast deckunsgleich sein. Russland würde mit seiner geringen Größe auch keine Übermacht in der EU darstellen.
Also warum Russland in die EU und Türkei und Israel nicht? Ich finde keine Antwort.
Abendland in meiner Hand
Wie zu jeder Wahl plakatiert die FPÖ griffige Zweizeiler, die sich im Vergleich zur letzten Wahl nicht immer reimen.
Größter Aufreger: Abendland in Christenhand.
Die SPÖ verurteilt diesen Slogan und verlangt Toleranz und ein Miteinander, besonders da wir uns in einer Krise befinden.
Die ÖVP, die sonst sanfter mit der FPÖ umspringt, findet harte Worte. Von "Unappetitlichkeit" ist da die Rede, die FPÖ sei "am Rande des Nazimus". Der Grund ist klar: Die Kirche steht der ÖVP nahe. Kirchentreue Wähler will man nicht an den rechten Rand verlieren.
Ich sehe es einfach so: Jeder Nicht-Christ, gleich ob Moslem, Jude oder ohne Bekenntnis kann dieses Plakat als Provokation verstehen. Von einer christlichen (Leit)kultur will ich da gar nichts wissen. Fortschritte in unserer Gesellschaft kamen immer trotz der Kirche und nicht durch die Kirche zusammen. Die Zeiten, in denen die Menschen mit Beten zufriedenzustellen waren, sind vorbei. Religion ist Opium fürs Volk.
So gesehen ist das Abendland in unserer Hand. Der Hand aller Europäer.
Größter Aufreger: Abendland in Christenhand.
Die SPÖ verurteilt diesen Slogan und verlangt Toleranz und ein Miteinander, besonders da wir uns in einer Krise befinden.
Die ÖVP, die sonst sanfter mit der FPÖ umspringt, findet harte Worte. Von "Unappetitlichkeit" ist da die Rede, die FPÖ sei "am Rande des Nazimus". Der Grund ist klar: Die Kirche steht der ÖVP nahe. Kirchentreue Wähler will man nicht an den rechten Rand verlieren.
Ich sehe es einfach so: Jeder Nicht-Christ, gleich ob Moslem, Jude oder ohne Bekenntnis kann dieses Plakat als Provokation verstehen. Von einer christlichen (Leit)kultur will ich da gar nichts wissen. Fortschritte in unserer Gesellschaft kamen immer trotz der Kirche und nicht durch die Kirche zusammen. Die Zeiten, in denen die Menschen mit Beten zufriedenzustellen waren, sind vorbei. Religion ist Opium fürs Volk.
So gesehen ist das Abendland in unserer Hand. Der Hand aller Europäer.
Dienstag, 12. Mai 2009
Die Qual der Wahl
Ich sehe es als meine Pflicht an bei einer Nationalratswahl zu wählen. Das Gleiche gilt für eine Bundespräsidentenwahl, eine EU-Wahl, Landtagswahlen und Gemeinderatswahlen.
Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen haben wir das außerordentliche Glück wählen zu DÜRFEN, in anderen Ländern ist dieses Recht einfach nicht gegeben. Ich sehe nicht ein, ein demokratisches Recht einfach mit den Füßen zu treten, indem ich mich darum nicht kümmere. Zum zweiten zählt jede Stimme, ich erinnere nur an den ersten Wahlsieg von George W. Bush, den er nur dank einiger Stimmen in Florida gewonnen hat.
Einige sind vielleicht der Meinung, dass sie keine Vertreter haben, dass keine Partei für sie da ist oder vielleicht sogar, dass Politiker alle faule, überbezahlte Menschen sind (was ich für einen groben Unfug halte). Selbst solchen Menschen rate ich wählen zu gehen. Sie können ja ungültig wählen oder die Partei wählen, die ihnen am ehesten zusagt oder so zu wählen, dass man versucht jene Parteien zu schwächen, die einem gar nicht passen.
Soviel zu meiner Ansicht über Wahlen. Ich frage mich aber, warum ich der AK-Wahl sowenig Bedeutung beigemessen habe, wo ich doch einen Großteil des Tages eben in der Arbeit verbringe? Aber morgen ist es soweit. Ich gehe zur AK-Wahl und habe mir heute das Programm der 12 antretenden Gruppierungen angeschaut. Neben den "üblichen Verdächtigungen" gibt es auch einige schillernde Vereinigungen. Die größte Überraschung war das Antreten einer Liste namens "Komintern". Neben der geschichtlichen Belastung dieses Begriffs finde ich vor allem die Themen der Komintern interessant: Für internationalen Widerstand gegen imperialistische Aggression und Repression! Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft! Generelle Überführung der Banken in öffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle!
Das alles sind Dinge, die mir beim täglichen Arbeiten natürlich irrsinnig weiterhelfen. Auch an der Realisierung dieser und Dutzender ähnlicher Forderungen sollte nicht gezweifelt werden.
Manche lernens nie....
Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen haben wir das außerordentliche Glück wählen zu DÜRFEN, in anderen Ländern ist dieses Recht einfach nicht gegeben. Ich sehe nicht ein, ein demokratisches Recht einfach mit den Füßen zu treten, indem ich mich darum nicht kümmere. Zum zweiten zählt jede Stimme, ich erinnere nur an den ersten Wahlsieg von George W. Bush, den er nur dank einiger Stimmen in Florida gewonnen hat.
Einige sind vielleicht der Meinung, dass sie keine Vertreter haben, dass keine Partei für sie da ist oder vielleicht sogar, dass Politiker alle faule, überbezahlte Menschen sind (was ich für einen groben Unfug halte). Selbst solchen Menschen rate ich wählen zu gehen. Sie können ja ungültig wählen oder die Partei wählen, die ihnen am ehesten zusagt oder so zu wählen, dass man versucht jene Parteien zu schwächen, die einem gar nicht passen.
Soviel zu meiner Ansicht über Wahlen. Ich frage mich aber, warum ich der AK-Wahl sowenig Bedeutung beigemessen habe, wo ich doch einen Großteil des Tages eben in der Arbeit verbringe? Aber morgen ist es soweit. Ich gehe zur AK-Wahl und habe mir heute das Programm der 12 antretenden Gruppierungen angeschaut. Neben den "üblichen Verdächtigungen" gibt es auch einige schillernde Vereinigungen. Die größte Überraschung war das Antreten einer Liste namens "Komintern". Neben der geschichtlichen Belastung dieses Begriffs finde ich vor allem die Themen der Komintern interessant: Für internationalen Widerstand gegen imperialistische Aggression und Repression! Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft! Generelle Überführung der Banken in öffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle!
Das alles sind Dinge, die mir beim täglichen Arbeiten natürlich irrsinnig weiterhelfen. Auch an der Realisierung dieser und Dutzender ähnlicher Forderungen sollte nicht gezweifelt werden.
Manche lernens nie....
Sonntag, 10. Mai 2009
Angeprangert: Das Bezirksjournal
Am Titelblatt prangert folgender Satz: "Moscheen im Visier - FPÖ kritisiert Missachtung des Öffnungszeitgesetzes in islamischen Zentren".
Was legt dieser Satz nahe? Islamische Zentren verstoßen gegen das Öffnunszeitgesetz.
Im Artikel selbst steht dann:
"Wahr sei viel mehr, dass die letzte Überprüfung des islamischen Zentrums in der Ettenreichgasse erst Ende März stattgefunden habe. Bislang konnten trotz regelmäßiger Kontrollen keine Beanstandungen festgestellt werden. In beiden Zentren gibt es aber Gewerbebetriebe, die auch am Sonntag geöffnet haben dürfen."
So sagt es die zuständige Stadträtin. Also kein Gesetzesverstoß. Diese Erkenntnis findet sich in den letzten Sätzen des Artikels versteckt, nachdem zuerst lang und breit die Sichtweise der FPÖ und das entsprechende Gesetz erklärt wird.
Was ist schlimmer? Dass die FPÖ wieder einmal unberechtigt gegen islamische Mitbürger hetzt oder dass sich eine Zeitung unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit dafür hergibt, derartige Unwahrheiten nicht nur zu verbreiten sondern sie auch auf die Titelseite zu setzen.
Was legt dieser Satz nahe? Islamische Zentren verstoßen gegen das Öffnunszeitgesetz.
Im Artikel selbst steht dann:
"Wahr sei viel mehr, dass die letzte Überprüfung des islamischen Zentrums in der Ettenreichgasse erst Ende März stattgefunden habe. Bislang konnten trotz regelmäßiger Kontrollen keine Beanstandungen festgestellt werden. In beiden Zentren gibt es aber Gewerbebetriebe, die auch am Sonntag geöffnet haben dürfen."
So sagt es die zuständige Stadträtin. Also kein Gesetzesverstoß. Diese Erkenntnis findet sich in den letzten Sätzen des Artikels versteckt, nachdem zuerst lang und breit die Sichtweise der FPÖ und das entsprechende Gesetz erklärt wird.
Was ist schlimmer? Dass die FPÖ wieder einmal unberechtigt gegen islamische Mitbürger hetzt oder dass sich eine Zeitung unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit dafür hergibt, derartige Unwahrheiten nicht nur zu verbreiten sondern sie auch auf die Titelseite zu setzen.
The Space Invaders are happy up here
Vor ein paar Tagen habe ich das erste Mal das Lied "Happy up here" von Röyksopp gehört. Das Lied hat zwei hervorstechende Eigenheiten. Zum einen ist es wirklich gut, zum anderen kommen Space Invaders vor. Also zwei gute Gründe sich das Lied immer und immer wieder anzuhören.Das Buch "Wir waren Space Invaders" ist übrigens ein Buch zur Geschichte von Computerspielen. Wer wie ich eher mit Konsolen als mit PCs aufgewachsen ist, findet in dem Buch zwar nicht unbedingt die Spiele, mit denen er aufgewachsen ist, trotzdem ist das Buch wirklich interessant und hat mir sehr gut gefallen.
Ihr Vater ist ein Nazi...
...doch er mag mich. Das ist nur ein Songtitel von Sven van Thom, einem deutschen Sänger, der in der deutschen Popszene eher für sein Duett "Trauriges Mädchen" und seinem Beitrag zum Bundesvision Song Contest "Jaqueline (Ich hab Berlin gekauft)" bekannt ist.Die Lieder seines Albums "Phantomschmerz" sind vielschichtiger. Ein endgültiges Urteil kann ich darüber noch nicht abgeben, aber was ich schon gehört habe, war sehr eindrucksvoll. Lieder, bei denen eindeutig der Text im Vordergrund steht, die zwar ein wenig Melancholie in sich tragen, aber doch im Kern versöhnlich sind.
Die größte Überraschung: Sven van Thom ist kein unbeschriebenes Blatt. Wer kann sich noch an die Band "Sofaplanet" erinnern, die 2001 mit "Liebficken" einen Überraschungserfolg hatten? Deren Sänger war nämlich Sven Rathke, oder eben Sven van Thom. Das Lied war übrigens auch gut.
Freitag, 1. Mai 2009
Radio Rock Revolution
(OT: The boat that rocked)Zum zweiten Mal nach Watchmen wurde ich überrascht. Ich hatte mir zwar einen einigermaßen guten Film erwartet, aber was mir da geboten wurde, war ein Film der Extraklasse.
Der Film erzählt die Geschichte eines Piratensenders, der Mitte der 60er von einem Boot in der Nordsee England mit Pop- und Rockmusik versorgt. Weil Popmusik in den Augen eines verklemmten Ministers aber die Menschen verdirbt, werden Maßnahmen gesucht um den Radiosender abzuschalten. Gleichzeitig erzählt der Film die Geschichte von Carl, der von seiner Mutter auf das Schiff geschickt wurde.
Die Geschichte fesselt ab der ersten Minute und lässt einem nicht mehr los. Das Schiff ist voller lustiger, authentischer Figuren, lediglich der Minister wirkt überzeichnet. Eine Glanzleistung liefert Bill Nighy ab, der in „Tatsächlich Liebe" (Love actually) den alternden Rockstar gespielt hat. Hier verkörpert er den Chef von Radio Rock. Auch der Regisseur ist der gleiche wie bei „Tatsächlich Liebe“. Der Mann versteht es Geschichten zu erzählen und zu bewegen.
Dazu hat man Hits aus den 60ern am laufenden Band.
Zusammenfassend: Wundervolle Musik, tolle Schauspieler, Spaß, eine tolle Handlung und weder zu lang, noch zu kurz. Ein wirklich grandioser Film.
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