Am Titelblatt prangert folgender Satz: "Moscheen im Visier - FPÖ kritisiert Missachtung des Öffnungszeitgesetzes in islamischen Zentren".
Was legt dieser Satz nahe? Islamische Zentren verstoßen gegen das Öffnunszeitgesetz.
Im Artikel selbst steht dann:
"Wahr sei viel mehr, dass die letzte Überprüfung des islamischen Zentrums in der Ettenreichgasse erst Ende März stattgefunden habe. Bislang konnten trotz regelmäßiger Kontrollen keine Beanstandungen festgestellt werden. In beiden Zentren gibt es aber Gewerbebetriebe, die auch am Sonntag geöffnet haben dürfen."
So sagt es die zuständige Stadträtin. Also kein Gesetzesverstoß. Diese Erkenntnis findet sich in den letzten Sätzen des Artikels versteckt, nachdem zuerst lang und breit die Sichtweise der FPÖ und das entsprechende Gesetz erklärt wird.
Was ist schlimmer? Dass die FPÖ wieder einmal unberechtigt gegen islamische Mitbürger hetzt oder dass sich eine Zeitung unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit dafür hergibt, derartige Unwahrheiten nicht nur zu verbreiten sondern sie auch auf die Titelseite zu setzen.
Sonntag, 10. Mai 2009
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1 Kommentar:
Es is nunmal leider so, dass für alle Zeitungen, welche sich nicht Qualitätszeitung nennen, die Auflage alles ist. Und die erreicht man über die Schlagzeile, obwohl vielleicht genau das gegenteil drinnen steht.
Ich hab mich erst letztens wieder über die "Heute" geärgert, als sie zu einem bestimmten Thema, mal wieder die Fakten vollkommen verdreht hat (weil bei denen ganz offensichtlich keiner Statistiken lesen kann) und dann mit einer FPÖ-geeigneten Überschrift auf der Titelseite begonnen hat *seufz*
Zur FPÖ-Politik selbst sag ich dann nur noch: http://www.youtube.com/watch?v=fHrLCkPLufk
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