Seiten

Freitag, 26. Dezember 2008

Zu Mantua in Banden

Die nächsten Tage bis zum 30. Dezember verbringe ich in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck.

Nach meiner Rückkehr gibts einen ausführlichen Reisebericht.

Next

Bei Next kann man zwei Dinge positiv hervorheben: Eine gute Actionszene in der Mitte des Films und eine interessante Wendung gegen Ende.
Leider ist der Film ansonsten schlecht. Nicolas Cage kann die Rolle ebenso wenig verkörpern wie Julianne Moore. Jessica Biel macht nicht viel falsch, glänzen kann sie darin aber auch nicht.
Der Film plätschert 1 1/2 Stunden vor sich hin ohne dass Spannung aufkommen will, die Grundidee, dass Cage zwei Minuten in seine eigene Zukunft sehen kann, wird noch gut erklärt, ab der Mitte war mir aber nicht mehr klar, warum er gewisse Dinge sehen kann, die viel weiter entfernt sind.
Fazit: Diesen Film anzusehen ist Zeitverschwendung.

Samstag, 20. Dezember 2008

All you need is love

Aus aktuellem Anlass (den Film hat es heute auf ORF 1 gespielt):
Tatsächlich Liebe (Love acutally) ist ein Film, in dem es um mehrere (lose ineinander verwobene) Liebesbeziehungen geht, wobei der Begriff Liebe hier alle Arten von Liebe umschließt. Fast jede der kleinen Geschichten ist sehr gut erzählt und verleitet entweder zum Nachdenken oder Schmunzeln. Manche der Geschichten sind auch etwas traurig. Das Gesamtbild, das sich aus den Einzelteilen zusammensetzt, vermittelt aber eine schöne Botschaft. Deshalb ist Tatsächlich Liebe nicht nur der perfekte Weihnachtsfilm, sondern auch der beste Liebesfilm, den es gibt.

Montag, 15. Dezember 2008

Eintrag aus Azeroth

Die neue Musik beim Login- und Charaktereinstellungsbildschirm ist einfach super. Die könnte man sich stundenlang anhören. Alternativ kann man sich auch einem 40er-Schlachtzug anschließen und Sylvanas, Lor'themar Theron und Thrall töten. Deshalb darf ich jetzt auf einem schwarzen Kriegsbären reiten. Bis auf Thrall war das Ganze gar nicht so schwer, aber beim Kriegshäuptling wurden wir von vielen Hordespielern (einer Horde Hordler) aufgehalten. Der Sieg klappte erst beim dritten Mal.
Aber die Belohnung war die Mühe wert, auch wenn der Bär langsam zur Standardausrüstung wird.

Ein froher Winterhauchfest allen Azerothianern!

Lieder

Musikalische Leckerbissen zum täglichen Verzehr:
Farin Urlaub - Insel
MIA - Paper Planes
Kate Nash - We get on

Überhaupt hat das neue FURT-Album einige gute Nummern (Atem, Leiche, Unscharf, Krieg).

Samstag, 13. Dezember 2008

No-go Sätze

- ... ist das neue Schwarz

Nein! Schwarz ist schwarz. Keine andere Farbe ist schwarz. Genau genommen ist schwarz ja gar keine Farbe, sondern das Fehlen von Farben. Und dieses Privileg hat nur Schwarz. Also kann Orange nicht das neue Schwarz sein.

Musikrevolution

Seit meiner Teenagerzeit hat sich der Musikmainstram zweimal gedreht. Anfang des neuen Jahrtausends gab es sehr viel amerikanischen Hip Hop/Rap. Vor ca zwei oder drei Jahren ging das ganze mehr in die Richtung Soul & R'n'B.

Seit kurzem ist das wieder anders. Hört man sich die neuesten Nummern von Christina Aguilera (Keeps gettin' better), Kate Perry (Hot 'n' Cold) oder Britney Spears (Womanizer) an, so gehen diese in Richtung elektronische Musik (oder zumindest Musik mit elektronischen Einflüssen). Ausgelöst wurde dieser Trend von Madonna (wie könnte es auch anders sein), deren letzte Singles schon in diese Richtung gingen.

Mir ist Kate Perry auf alle Fälle lieber als die siebzehnte Beyonce & Co.-Kopie.

P.S.: Mir ist schon klar, dass das nur einen ganz kleinen Ausschnitt dessen beschreibt, was sich in den letzten Jahren im Musikbusiness entwickelt hat und dass andere Genres sich ganz anders entwickeln. Als Beispiel sei hier der deutsche Hip Hop genannt, der vom Stil a la Fettes Brot und Deichkind in Richtung Sido & Co. ging (der Sündenfall).

Kate Nash - Made of Bricks

Eines der besten Alben der letzten Jahre kommt von der britischen Sängerin Kate Nash. Die CD hat durchwegs sehr gute Nummern und überzeugt durch einen eigenen Stil, der alles andere als das glattgeschliffene aus den Charts ist. Wer den typischen britischen Akzent gerne hört ist hier gut aufgehoben.

Auf einer Punkteskala wäre das eine Höchstwertung.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Butterfly Effect

Nachdem in einem Kommentar zum Post über die Eiskalte Engel-CD, das Schlusslied von Butterfly Effect (Oasis - Stop crying your heart aus) erwähnt wurde, habe ich mir den Film wieder einmal angeschaut. Auch wenn ich das Lied nicht so besonders fand, ist der Film wirklich gut.

Etwas von der Handlung zu erzählen, ohne zu spoilern, ist sehr schwer, deshalb probier ich es gar nicht erst einmal. Was man sagen kann, ist, dass der Film keine 08/15-Geschichte ist. Ein wirklich gelungener Film.

Kuschelkurs

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Schließlich dürften beide Regierungsparteien erkannt haben, dass es besser ist miteinander, anstatt gegeneinander zu arbeiten. Ohne die tägliche Streiterei ist es für die Oppositionsparteien auch schwerer, Stimmung für sich zu machen. Und da die Grünen nach der Wahl wieder aus den Tagesnachrichten verschwunden sind, das BZÖ eher unfreiwillig ins Rampenlicht gerät (es konnte auch niemand wissen, dass Fu-Long kein Koalabär ist) und auch von der FPÖ zurzeit nicht viel zu hören ist, kehrt so etwas wie Ruhe in die Innenpolitik ein. Zurzeit sieht es also tatsächlich so aus, als könnte der Zug, der in Richtung FPÖ-Kanzler fährt, gestoppt werden.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Pech

Am Samstag habe ich mir einen neuen PC gekauft. Der alte hat nicht mehr so recht funktioniert, immer wieder mussten Teile getauscht werden und der schnellste war er auch nicht mehr. Wir haben uns entschieden den PC bei Ditech im Megaplex zu kaufen, weil wir sowieso wieder einmal in die SCS wollten. Die Fahrt in die SCS ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ja ganz einfach. In einer knappen halben Stunde waren wir dort und sparten uns das lästige Parkplatzsuchen. Am Samstag war ja der erste Adventsamstag und damit auf dem Parkplatz natürlich die Hölle los. Am Weg vom Eingang beim Interspar (das eine Ende der SCS) zum Ditech (anderes Ende der SCS) haben wir ein paar Kleinigkeiten gekauft und haben dann beim Ditech auch relativ schnell einen geeigneten, lagernden PC gefunden. Das Problem war nur: So ein PC ist schwer. Und ihn durch eine, mit Menschen vollgestopfte, aufgeheizte SCS zu schleppen kann sehr sehr anstrengend sein. Aber irgendwie haben wir den Transport nach Wien geschafft. Daheim dann die nächste Herausforderung. Alten PC abbauen, neuen PC aufbauen. Das heißt unter den Schreibtisch in dunkle Ecken kriechen, dort Stecker an-, aus- oder umstecken usw. Als nächstes der Spaß des Installierens. Als erstes natürlich das Betriebssystem. Da Linux und ich uns nicht mögen, fiel die Wahl auf Vista. Das hat anfänglich auch gut funktioniert. Ich hab ihn installieren lassen und bin ins Wohnzimmer gegangen, ein wenig fernsehen und entspannen. Dann plötzlich ein herzzerreißendes Geräusch, verbunden mit dem Geruch von verschmorten Kabeln. der Bildschirm haucht sein Leben aus. Samstag, 18:00 Uhr, neuer PC, kein Bildschirm - Kann man mehr Pech haben?
Fazit - Das Wochenende war eine Qual, einen neuen PC daheim stehen haben und nichts damit anfangen können ist schrecklich. Aber: Dieser Eintrag wird bereits mit dem neuen PC (schnell) auf einem neuen Bildschirm (groß, flach) geschrieben. Und mein Arm hat sich auch erholt :)

Biologie für Anfänger

Mutter: Pinguin
Vater: Bär
Kinder: Wildschweine

So gesehen in einer Werbung für Raumspray. Warum? Was will diese Werbung für eine Botschaft vermitteln?

Mittwoch, 26. November 2008

SQL Server Energy 2008

Am 25.11. und 26.11. fand im Leopold-Museum in Wien die SQL Server Energy Konferenz 2008 statt.

Spannende Vorträge zu verschiedenen Dingen wie Neuerungen im SQL Server 2008, Neuigkeiten in der Client-Entwicklung (LINQ), sowie Performance, Memory-Auslastung (für alle die schon immer wissen wollten, warum der SQL Server manchmal den Speicher regelrecht "verschlingt"), Security oder neue Report-Features wurden geboten.

Einige der Features wirken wirklich interessant und es wird sicher Spaß machen, sie auszuprobieren. Bei anderen Dingen, wie z.B.: der HierarchyID bin ich noch ein wenig skeptisch. Alles in allen wird es aber so bleiben, dass Personen, die bis jetzt dem SQL Server nichts abgewinnen konnten, auch jetzt nicht allzu viel Freude haben werden. Alle Fans bekommen aber schöne neue Features, die die Arbeit vereinfachen werden.

Einheitsmotor

Hoffen wir, dass die FIA nicht beschließt Einheitsmotoren einzuführen. Wenn sich nämlich wirklich alle Teams aus der Formel 1 zurückziehen, die das angedroht haben, dann stehen Motorsportfans traurige Zeiten ins Haus.

Ich verstehe das sowieso nicht. Manche Dinge kosten viel Geld und sind damit eben nur für Firmen/Personen mit viel Geld. Es durch die Einführung eines Einheitsmotors billiger zu machen, wird ja wohl nicht soviele Teams anlocken. Abgesehen davon haben sich bis jetzt noch immer genug Teilnehmer gefunden.

Im Namen des Volkes

Irgendwie finde ich es eigenartig, dass Frau Bandion-Ortner nach der Verurteilung eines Ex-SPÖ-Parteimitglieds einen Ministerposten der ÖVP erhält. Aber es passt super ins Schema. Pröll sei Dank sitzt jetzt jene Person an der Spitze der Justiz, die uns vor dem bösen Elsner beschützt.

Trotzdem versuche ich nicht vorschnell zu urteilen. Lassen wir der neuen Regierung einmal ein paar Monate Zeit, vielleicht beschließt sie zur Abwechslung auch einmal ein paar kluge Gesetze - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wiederholung

Weil sich alles immer wiederholt, beehrt uns auch heuer wieder die Weihnachstshase. Aber nicht nur er, sondern auch die Große Koalition ist zurück. Ich reagiere auf beides mit gemischten Gefühlen.

Freitag, 21. November 2008

Gute Soundtracks

Der beste Soundtrack ist meiner Meinung nach aus dem Film "Eiskalte Engel". Das Album ist eine gelungene Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen. Ein einzelnes Lied hervorzuheben ist hier nicht fair. Die Auswahl der Künstler spricht schon für sich: Placebo, Fatboy Slim, The Verve, Blur und Faithless sind nur die Spitze des Eisberges. Es gibt auf diesem Sampler kein schlechtes Lied und damit passt der Soundtrack auch gut zum Film, der einer der besten der 90er war.


Welcher Soundtrack ist eurer Meinung nach der beste?

Bitte Bitte lass mch dein Koalitionspartner sein

Die SPÖ beweist wieder einmal Durchsetzungskraft und Weitsicht: Nachdem man nicht einmal angedacht hat die wichtigen Ressorts a la Innenministerium, Außenministerium oder Finanzministerium für sich zu beanspruchen, will man jetzt auch noch das Justizministerium abgeben. Dafür will man das Gesundheitsministerium.

Ich bin sicher, dass der ÖVP-Finanzminister (Pröll) genug Geld für die SPÖ-Gesundheitsministerin (Berger) zur Verfügung stellen wird. Im Gesundheitsressort ist es im Moment ja so einfach positive Nachrichten zu verkünden. Das bringt der SPÖ sicher eine Menge Vertrauen und Wählerstimmen. Im Gegenzug wird die weltoffene, als liberal geltende Fekter als Justizministerin sicher gesellschaftspolitisch Fortschritte machen.

Nicht mehr lang und Faymann wird der ÖVP noch vorschlagen auch den Kanzler zu stellen.

Montag, 17. November 2008

Mit dem Feuer spielen

Die ÖVP hat die Koalitionsgespräche abgebrochen. Erinnert mich irgendwie an die Situation von 2006.

Ich werde aus der ÖVP nicht schlau. Was hat man davon, dass man die Koalitionsbildung so kompliziert gestaltet? Will man den zukünftigen Partner schwächen, um dann im richtigen Moment wieder einmal Neuwahlen auszurufen?

Was übrig bleibt: Die Wähler sind der Meinung, dass die zwei Altparteien sowieso nur streiten und strafen beide ab, die abgewanderten Wähler wählen blau.

Das Traurige ist: Die SPÖ befindet sich in der Geiselhaft der ÖVP, weil sie sonst keine Partner hat. Die SPÖ braucht die ÖVP und die ÖVP ist sauer auf die SPÖ, weil diese die Wahl gewonnen haben, haben aber ebensowenig Alternativen. In solchen Momenten wird das Mehrheitswahlrecht wieder attraktiv.

Zum Schluss bleibt die Hoffnung, dass die ÖVP endlich erkennt, dass Wahlen Tatsachen schaffen und dass man so ein Ergebnis zu akzeptieren hat und jetzt nicht einfach wieder in den Schmollmodus zurückkehren kann. Außerdem sollte die SPÖ ein KoalitionsPARTNER sein.

Donnerstag, 13. November 2008

Elsner an die Wand?

Elsner rückt wieder mal ins Rampenlicht. Was mir dabei auffällt: Die Menschen haben eine wahnsinnige Wut auf Elsner. Für die meisten ist er der Oberbonze und trägt sowieso die Schuld. Und zwar an allem: Für den Niedergang der Bawag, für die Finanzkrise, für alles was die Menschen nicht verstehen und Dreck am Stecken muss er sowieso noch viel mehr haben, denn er hat soviel verdient und alle, die soviel verdienen sind korrupt.

Ich glaube Neid und Machtlosigkeit sind die Beweggründe derart wütend zu sein und da hat man einen schönen Sündenbock gefunden. Ich möchte damit nicht sagen, dass Elsner völlig unschuldig ist, immerhin wurde er verurteilt. Aber ich kann seine Frau verstehen, wenn sie sagt, dass der Niedergang der Bawag nicht halb soviel Staub aufgewirbelt hätte, wenn es heute passiert wäre. Und ich kann mir vorstellen, dass die mediale Anti-Elsner Berichterstattung Einfluss auf das Urteil gehabt haben könnte.

Sie nennen es Musik

Beim Zappen habe ich auf "Gute Laune TV" folgenden Satz in einem Schlager gehört:

"Hinterm Ozean vermisst du meinen Arm..."

Dieser Reim verursacht Schmerzen.

Fluch gegen Rapid

Wochenlang schießt Rapid fleißig Tore, "vernichtet" Altach und dominiert Spiele.

Dann schaue ich mir ein Spiel im Fernsehen an und was passiert: Kein Tor für Rapid, ein schreckliches Spiel und ein nerviger Moderator, der es schafft 90 Minuten Fadesse mit soviel Enthusiasmus zu kommentieren, als hätte er noch nie vorher ein Match gesehen.

Das passiert mir jetzt schon oft. Kaum schau ich mir ein Rapid-Match an, ist es torarm und langweilig. Oder Rapid verliert überhaupt gleich. Vielleicht darf ich mir keine Matches anschauen.

Freitag, 7. November 2008

Er ist weg!

Stickler ist nicht mehr Präsident des ÖFB. Er trat aus beruflichen Gründen zurück.

Es gibt wenig Leute aus dem Bereich des Sports, die mir unsympathischer sind. Spätestens nachdem er unmittelbar VOR einem wichtigen Champions League-Match von Rapid bekanntgab, dass Hickersberger Nationaltrainer wird, wusste ich, dass der Typ nicht ganz normal sein kann.

Mittwoch, 5. November 2008

Obamamania

Ganz Europa jubelt, die Medien überschlagen sich förmlich vor Euphorie, manche "Zeitungen" flippen fast aus. In der U-Bahn hab ich einen dunkelhäutigen Menschen gesehen, der, in alkoholisiertem Zustand, lautstark Obama gepriesen hat und was haben die anderen Passagiere gemacht. Geschimpft? Böse dreingeschaut? Rassistische Sprüche losgelassen? Nein, sie haben geschmunzelt.

Nach 8 Jahren kollektivem USA-Bashing (von links und von rechts) soll jetzt alles besser werden. Das böse, böse Amerika wird jetzt wieder unser Lieblingsland, das Land der Trends, der kulturelle Herdenführer, das Land der 1000 Möglichkeiten. Alles wegen Obama?

Warten wir lieber einmal ab: Wird Guantanamo geschlossen? Folter verboten? Werden die Truppen aus dem Irak abgezogen, ohne dass dort sofort Bürgerkrieg ausbricht? Wird eine Politik der Freundschaft mit GANZ Europa und Russland gepflegt? Wird etwas für den Klimaschutz gemacht?

Wenn das erreicht wird, dann stimm ich gerne in den Chor derer ein, die Obama so toll finden, nur weil er nicht Bush ist.

Keine Frage der Hautfarbe

Am Sonntag wurde Lewis Hamilton Formel 1-Weltmeister.
Am Dienstag gewann Barack Obama die US-Präsidentschaftswahl.

Beide haben nicht gewonnen, weil sie schwarz waren und auch nicht obwohl sie schwarz waren.

Der eine hat gewonnen, weil er ein Motorsport-Talent mit einem schnellen Auto ist, der andere weil er Menschen überzeugen konnte, dass sein Weg in die Zukunft der richtige ist.

Dass beide die ersten Menschen mit dunkler Hautfarbe waren, die derartiges vollbracht haben ist nur ein weiterer Beweis, dass die Unterschiede zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe minimal sind.

Montag, 3. November 2008

Blauorangegrüner Vorschlag

Gleich drei Parteien haben sich heute für die Einstellung der Zahlungen an die EURATOM starkgemacht.

Ich finde die Idee gut, denn bis jetzt habe ich nicht erkennen können, warum Österreich an eine Atomenergiebehörde Geld überweist. Wie bekannt ist hat Österreich kein AKW in Betrieb und Nachbarländer bauen ihre AKW sowieso dort, wo sie wollen. Warum also auch noch Geld überweisen?

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Zum Nachdenken

"Sollte ich eines Tages großen Einfluß oder Macht besitzen, halte ich es für das Beste, unsere Gesellschaft schlagartig – sofort und in kürzester Zeit – zu verändern. Denn im Gegensatz zu anderen glaube ich nicht, daß sich diese Veränderung erreichen läßt, indem die Ungebildeten nur schrittweise auf ein höheres Niveau geführt werden. Mein Innerstes sträubt sich gegen eine solche Auffassung. Aus welchem Grund sollte ich mich auf den niedrigeren Stand der allgemeinen Bevölkerung zurückbegeben, nachdem ich viele Jahre lang ausgebildet worden bin, Zivilisations- und Sozialgeschichte studiert und in allen Phasen meines Lebens Befriedigung durch Freiheit erfahren habe? Ich werde dafür sorgen, daß sie auch dahin kommen. Nicht ich darf mich ihnen, sondern sie müssen sich mir annähern.“

Ich werde noch nicht verraten, wer das gesagt hat, sondern gebe ein paar Tage Zeit um selbst draufzukommen. Über Antworten als Kommentar freue ich mich und nicht nur, weil ich dann einen Kommentar bekommen habe.

Ich finde, dass in den paar Sätzen viel Wahrheit drinnen steckt. Unsere Gesellschaft gehört schlagartig verändert und die Menschen müssen nach höherer Bildung, nach einem fundierten Wissen streben. Nur das ist der richtige Weg in die Zukunft.

Graf

Jetzt ist Herr Graf also 3. Nationalratspräsident.

Was man fairerweise zugeben muss:
Die Olympia ist eine legale Vereinigung, Graf hat sich nichts Ungesetzliches zuschulden kommen lassen und es ist so Gewohnheit, dass die drittstärkste Partei den dritten Nationalratspräsidenten stellen darf und die FPÖ darf nominieren wen sie will (die Gesinnung ist bei vielen ähnlich, und mir ist immer noch lieber Graf als Winter).

Aber:
Warum ist die Olympia nicht verboten?
Eine Liste der eingeladenen Personen:
Frank Rennicke (Gründer des inzwischen verbotenen "Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten", wegen Volksverhetzung verurteilt), Michael Müller (sang "mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an"), David Irving (Holocaust-Leugner, verurteilt), Jörg Hähnel (zeigte "offen seine Sympathie für den Nationalsozialismus und die damalige Ermordung politischer Gegner", verurteilt) - es könnte einem schlecht werden! Warum wählen Menschen Politiker, die in solchen Organisationen Mitglied sind?

Es wäre falsch gewesen van der Bellen zu wählen, weil man eine gewählte Partei nicht einfach das Recht auf diesen Posten verwehren kann. Aber man hätte ungültig wählen sollen und sei es nur um ein Zeichen zu setzen.

Zum Abschluss noch etwas, das ich ausnahmsweise kopiert habe:
"Bist du häßlich, fett, krank oder fremd im Lande, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler Gesinnung gepeinigt, trägst Du alternative oder Schicky-Kleidung oder gar ein Flinserl im Oher, studierst du Psychologie, Politologie oder Theologie oder gar nicht, hast du den Wehrdienst verweigert oder eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause." Dieser Text stammt von einem Flugblatt der Olympia. [Quelle: de.wikipdia.org]

Videoabend

Glück gehabt, die diesmal ausgewählten 3 Filme waren alle sehenswert:

P.S. Ich liebe dich:
Ein romantischer, teilweise trauriger, hollywood-untypischer Liebesfilm, in dem es um eine Frau geht, die den Tod ihres Mannes verarbeiten muss. Vom Anfang bis zum Ende ein schöner Film, der leider in den letzten 2 Minuten dann doch noch eine Szene zeigt, die man besser ausgelassen hätte.

8 Blickwinkel:
Wieder einmal eine verdammt schlechte Übersetzung eines englischen Filmtitels ("Vantage Point"). Wie der Übersetzer auf genau acht Blickwinkel kamen ist mir ein Rätsel. Vom Titel abgesehen ist der Film spannend und interessant gedreht. Minuspunkte bekommt der Film für die viel zu lange Autoverfolgungsjagd gegen Ende. Dennis Quaid lieferte dafür aber eine sehr gute Leistung ab. Der Überraschungseffekt war nicht ganz so groß wie bei zB "Sixth Sense" oder "The Village", weil man die ganze Zeit weiß, dass mehr dahinter steckt als man sieht, daraus macht der Film aber auch kein Geheimnis.

Juno:
Ich kann nicht einmal beschreiben, warum mir dieser Film gefallen hat, aber es hat einfach alles irgendwie zusammengepasst. Der Film ist als Gesamtes einfach sehenswert. Die Darsteller von Juno (Ellen Page), ihrem Freund (Michael Cera) und ihrem Vater (J.K. Simmons - Chief Pope aus "The Closer") spielen ihre Rollen sehr gut, die Songs in dem Film passen, der Film hat Humor und wirkt irgendwie "cool", ohne dass es krampfhaft wird.

Montag, 27. Oktober 2008

Dummheit?

Seit letzter Woche gibt es eine Diskussion in den USA in der es hauptsächlich darum geht, dass Frau Palin Spendengelder für sündteure Kleidung ausgegeben hat und das nicht nur für sich, sondern für die ganze Familie. Die Republikaner wollten gegensteuern und ließen Palin mit Kleidung vom Diskonter auftreten. Außerdem beteuerte sie, dass sie ein ganz gewöhnliches, sogar karges, Leben lebe.

Von McCain kam folgende, meiner Meinung nach äußert unbedacht Meldung:
"McCain betonte am selben Tag in einem Interview, Palin lebe "ein karges Leben". Außerdem habe sie ein Drittel der angekauften Kleidung ohnehin nie getragen." (Quelle: orf.at)

Also, liebe Amerikaner, Palin hat sich nicht nur Kleidung um Spendengelder gekauft, das Ganze war noch dazu sinnlos, da sie die Kliedung nicht einmal getragen hat. Und das in Zeiten der Finanzkrise. Soll das wirklich die nächste Vizepräsidentin werden?

Schweigen ist Gold

In Russland hat eine Disco aufgemacht, in der es verboten ist zu sprechen. Stattdessen wird dort bei gedämpfter Techno-Musik gemeinsam geschwiegen. Auch Getränkebestellungen müssen ohne gesprochene Worte erfolgen. Ein Gast meinte, die Disco sei für Systemadministratoren wie er einer ist, ein gemütlicher Platz weil Systemadministratoren nicht so gut mit anderen Menschen reden können.

Ein Tipp an die Besucher dieser "Disco": Alkohol bei leiser Musik ohne Unterhaltung kann man auch ganz einfach und billig daheim haben.

Geht man am Wochenende nicht weg, um soziale Kontakte zu pflegen bzw. neue aufzubauen?

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Aua!

Stell dir vor, eine Fluglinie wird zm Verkauf angeboten und keiner will sie haben.

Wenn keiner die AUA haben will, dann nehm ich sie.

Rasende Täter

Am Wochenende haben sich ein 19- und ein 20-jähriger Jugendlicher ein Rennen geliefert. Bei einem Überholmanöver des 19-jährigen gab es einen Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Der Jugendliche starb, der Fahrer des anderen Autos trug schwere Verletzungen davon. Soweit die Fakten.

Bedenklich ist was "Heute" daraus macht:
"[...]wie aus dem Nichts kam ein Auto entgegen[...]"
"[...]er starb in den Armen seines Freundes[...]"

Der arme Junge, der ja nur ein Rennen auf einer öffentlichen Straße machen wollte. Wie kann man da auch mit Gegenverkehr rechnen? Vielleicht sollte "Heute" erkennen, dass der Junge der Täter, nicht das Opfer war. Über das wahre Opfer wurde nur ein Satz verloren. Dafür wurde beim Täter extra auf die Tränendrüse gedrückt.

Versteht mich nicht falsch: Ich empfinde den Tod als eine zu harte Strafe für ein illegales Rennen. Aber es ist ein Risiko, das die beiden selbstverantwortlich eingegangen sind.

Freitag, 17. Oktober 2008

Österreich - Serbien 1:3

Kann mir jemand erklären warum man in einem Heimspiel mit einem Stürmer und 2 defensiven Mittelfeldspielern auftritt und warum man 3 Tore bekommt obwohl 6 Defensivspieler auf dem Platz sind?

Ich habe das Spiel zum Glück nicht gesehen, aber mir fallen mehrere Dinge auf:

Brückner spielt immer gleich, unabhängig vom Gegner. Er scheint aber zu übersehen, dass ein Ein-Mann-Sturm bei einer defensiven Spielweise sehr stark sein muss (wie es zum Beispiel Koller war). Weder Janko noch Hoffer können diese Rolle zur Zeit ausfüllen. Hoffer ist bei Rapid stark, weil er mit Maierhofer einen Partner hat. Janko spielt in einem offensiven Team.

Scharner ist da und nichts ist besser.

Warum man 3 "Trainer" braucht habe ich bis jetzt nicht verstanden. Es wäre an der Zeit die nächste Generation ans Ruder zu lassen (zB Herzog).

Im Zuge der Einsetzung eines neuen Trainers wäre es auch an der Zeit endlich den Präsidenten auszutauschen. Stickler ist nicht auszuhalten.

Rad"sport"

Glaubt eigentlich noch jemand, dass es ungedopte Radsportler gibt?

Ich hoffe der ORF verzichtet in Zukunft darauf, diesen Betrug (Tour de Farce) zu übertragen. Wer allerdings dafür ist Doping freizugeben, damit diese Heuchelei ein Ende hat, der sollte sich informieren warum es überhaupt Maßnahmen gegen Doping gibt.

Haiders Tod

Viel wurde in der letzten Woche von Jörg Haiders Tod berichtet. Dabei wurde eines wieder deutlich: Über einen Toten spricht man nicht schlecht. Diese Einstellung vertreten zumindest alle heimischen Spitzenpolitker, die es aber natürlich auch nicht wagen dürfen, etwas Negatives über Haider zu sagen. Ich vertrete hier eine Meinung mit der ich nicht alleine bin: Menschlich ist der Tod eines jeden Menschen tragisch, politisch wird mir Jörg Haider nicht fehlen.

Welche Auswirkungen wird das plötzliche Ableben auf die Innenpolitik haben? Das BZÖ wird sich spätstens vor der nächsten Wahl auflösen, die Funktionäre werden zum Großteil zur FPÖ wechseln. Die Wähler werden nicht alle zur FPÖ wechseln, die reinen "Haider-Wähler" werden auch zur ÖVP und zum Teil zur SPÖ zurückwandern. Deshalb wird das dritte Lager wieder schrumpfen - es fallen jene Wähler weg, die Haider als "eh nicht so schlimm" bezeichnet haben, zusätzlich tritt in Kärnten hoffentlich wieder ein Normalzustand ein.

In Kärnten wird außerdem bald gewählt werden. Ich traue mich zu wetten, dass auf den BZÖ-Plakaten Jörg Haider zu sehen sein wird. Der Slogan wird in Richtung "Seinen Weg fortsetzen" gehen, die Wähler werden noch einmal "den Jörg" wählen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Raucherschutz

Die bayrische CSU denkt über eine Aufhebung des Rauchverbots in Gaststätten nach, die FDP will mitziehen. Angeblich wird jetzt in Bayern gejubelt und die Sache als Erfolg für die Freiheit gefeiert.

Wo ist meine Freiheit, wenn ich mich in geschlossenen Räumen zunebeln lassen muss?

Ich war selbst jahrelang Raucher und weiß, dass es angenehm ist, in einem Lokal zu rauchen, aber persönliche Freiheit endet da wo sie anderen Schaden zufügt. Ich halte nicht viel davon, die Preise gesetzlich hoch zu halten oder Warnmeldungen auf Zigarettenpäckchen zu drucken, jeder soll selbst entscheiden, ob er das Risiko auf sich nimmt, aber er darf andere nicht dem Risiko aussetzen.

Deshalb wäre am besten: Ein Rauchverbot in Haushalten in denen Minderjährige wohnen, ein Rauchverbot in Firmen (von mir aus mit einem Raucherraum) und ein Rauchverbot in Autos (ich denke, das erhöht das Risiko beim Fahren aufgrund herunterfallender Asche, einhändigem Lenken usw.). Das Konzept von getrennten Bereichen in Gaststätten halte ich für gut, bislang hat das meinen Erfahrungen nach sehr gut funktioniert.

Montag, 6. Oktober 2008

Die lange Nacht der langen Schlangen

Am Samstag haben wir es ausprobiert: Die lange Nacht der Museen. Der Plan sah folgendermaßen aus: Start beim Schwarzenbergplatz bei der Choco Vienna, danach in die Schatzkammer des Deutschen Ordens (Singerstraße), danach auf die Gumpendorfer Straße ins Foltermuseum und anschließend ins Werbemuseum.

Choco Vienna: Die Schlange dort war uns einfach zu lang, deshalb haben wir darauf verzichtet.
Schatzkammer des Deutschen Ordens: Wer die Schatzkammer in der Hofburg mag, wird auch diese Schatzkammer mögen, die Ausstellungsstücke versetzen in Erstaunen.
Kunstforum: Da ich schon immer wissen wollte, wo meine Frau arbeitet, haben wir uns das Kunstforum angeschaut. Die Fotografien dort sind ganz ok, aber diese Art von Kunst ist nicht mein Fall.
Demel: Um den Schokomangel auszugleichen, den wir hatten, weil wir nicht bei der Choco Vienna waren, wollten wir die Demel-Austellung besuchen. Die Schlange war aber nicht viel kürzer als am Schwarzenbergplatz, deshalb wurde es auch dort nichts mit Schokolade.
Folterausstellung: Nachdem das Essen bei McDonalds wegen einer zu langen Schlange vorübergehend verschoben wurde, war das Foltermuseum das nächste Ziel. Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole: Die Schlange davor war extremst lang. Also wieder nichts.
Werbemuseum: Ein winziger Raum in dem folgendes zu finden war: Ein Projektor, ein Computer, eine Leinwand, ein Fernseher und viel zu viele Leute. Statt einer Ausstellung wurden wahllos und durcheinander Werbspots von einer DVD abgespielt, die 10 Minuten nachdem wir angekommen waren zu ruckeln begann. Zu dieser Zeit war der Sauerstoff in den Raum aber sowieso schon knapp, deshalb haben wir diese "Ausstellung" wieder verlassen.
Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien:
Nachdem wir uns in einer Pizzeria gestärkt hatten, in der Jasmin ein Glas geschenkt bekam, sahen wir uns das Möbelmuseum an, in dem unter anderem eine Ausstellung über den Kronprinz Rudolf zu sehen war. Die Ausstellungsstücke waren interessant und prunkvoll.

Als wir im Bus nach Hause am Foltermuseum vorbeifuhren hatte sich die Schlange nicht verkleinert.

Fazit: Man sollte sich Museen ansehen, aber nicht unbedingt in der langen Nacht. Die paar Euro ist so ein Museumsbesuch meist wert und man hat keinen Stress und keine Wartezeit. Aber ein Gutes hatte es trotzdem: Wien in der Nacht (besonders der erste Bezirk) ist immer schön.

Die Wirtschaft geht unter

Es gibt Menschen, die predigen seit Jahren, dass der Kapitalismus sich eines Tages selbst zerstören würde. Da diese Menschen aus dem sehr linken politischen Spektrum kommen, werden sie nicht ernst genommen. Aber wenn Banken verstaatlicht werden, der Kursverfall an den Börsen unvermindert weitergeht und die EU mit Beschlüssen zumindest den Risikogeschäften Einhalt gebieten will, dann ist das eine eindeutige Absage an die ungezügelte, ungebremste Wirtschaftsliberalität.

Wir dürfen uns jetzt daran gewöhnen, dass die nächsten Wochen und Monate die Musik im Wirtschaftskonzert die Gleiche sein wird. Der Staat wird Unsummen in die Wirtschaft stecken, die Kaufkraft der Menschen wird durch das fehlende Geld und durch die schiere Angst sinken und die Inflation angesichts solcher Monstersummen munter weitersteigen. Die Spirale nach unten nimmt Geschwindigkeit auf.

Zivilisiertes Europa

Am Dienstag war ein ghanesischer Student in Parma von sechs Straßenpolizisten in einer Kaserne brutal verprügelt worden, weil er versehentlich für einen Drogendealer gehalten wurde. (Quelle: orf.at)

Der Satz bezieht sich auf einen Vorfall in Italien. Die Tat an und für sich ist schon abscheulich genug.

Aber selbst wenn der Student mit Drogen gedealt hätte, selbst wenn er auf Berlusconi gespuckt hätte, selbst wenn er das Koloseum verunstaltet hätte, darf er nicht verprügelt werden. Dieser Satz oben sagt mir aber: Die Polizisten haben ihn für einen Dealer gehalten und haben ihn deshalb verprügelt.

Wollen wir das in Österreich auch? Dann fleißig FPÖ/BZÖ wählen. Solange wir keine ghanesichen Studenten sind, passiert uns schon nichts.

Die Nachwehen der Wahl

Der einzige Politiker, der vor dieser Wahl (eigentlich seit Jahren) wirklich überzeugen konnte, ist zurückgetreten. Mit ihm verlässt einer der gebildetsten Politiker die Bühne, einer der Visionen für eine bessere Zukunft hatte.

Einziger positiver Nebeneffekt dabei: Endlich wieder eine Frau an der Spitze einer Partei, die auch im Parlament vertreten ist.

Wenigstens als Abgeordneter im Parlament bleibt uns Van der Bellen erhalten.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wall-E

Anschauen!
Einer der besten Pixar-Filme und einer der besten Filme der jüngeren Vergangenheit. Die paar Wörter, die in diesem Film verwendet werden, sind aussagekräftiger als 2 Stunden Gerede in irgendeinem anderen Film. Die Roboter sind einfach hinreißend, der Film ist lustig und berührt. Einen Schuss Gesellschaftskritik kann man darin auch sehen, wenn man will.

Also: Ab ins Kino!

Nationalratswahl 2008

Ich habe ein paar Tage gebraucht, um das Ergebnis zu verdauen und zu verstehen. Inzwischen habe ich akzeptiert, dass das Wahlvolk nichts dazulernt. Die Großparteien verlieren, der rechte Rand wächst, die Grünen stagnieren - sind wir in den 90ern? Ein Politiker namens Jörg Haider gewinnnt viele Stimmen dazu - hatten wir das nicht schon einmal?

Ist ein guter Plan für die Zukunft, wie ihn die Grünen vorgelegt haben, nicht etwas, was wir uns alle wünschen? Anscheinend nicht, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass die Hetzer drastische Zuwächse bekommen. In Österreich zählt nicht das Konzept, sondern die größerere Klappe (oder sind es die größeren Sündenböcke á la Bonzen, Ausländer, EU)? Ist das überall so oder nur bei uns? Haben Konzepte in der Politik nichts verloren?

Was steht uns nun bevor? Nachdem Molterer gegangen wurde und die Schüssel-Clique sich zurückzieht, wird die große Koalition wieder installiert. Sollte sie es in den kommenden 5 Jahren nicht schaffen, Erfolge zu feiern und diese auch verkaufen, dann haben wir nach der nächsten Wahl eine rechts-rechte Koalition.

Donnerstag, 25. September 2008

Aufmerksamkeit für Bushido

Die Gratis-Zeitung "Heute" hat es wieder einmal geschafft und ein Thema aufs Titelblatt gebracht, dass nicht mal eine Randnotiz sein sollte.

Bushido hat in seinem Buch Natascha Kampusch als Heuchlerin bezeichnet. Ihre Eltern mussten dazu natürlich gleich Meldungen voller Entsetzen abgeben.

Wen interessiert, was ein Rapper aus der frauen- und fremdenfeindlichen Berliner Hip Hop-Szene für Schwachsinn von sich gibt? Warum gibt "Heute" dem Typen genau die mediale Aufmerksamkeit, die er nicht bekommen sollte? Warum sind im Hip Hop-Jargon alle Frauen Bitches, also Schlampen? Fragen, die ungeklärt bleiben.

Mittwoch, 24. September 2008

Das Kanzlerduell

Das war die erste Diskussion im laufenden Wahlkampf, die ich mir ganz bewusst nicht angeschaut habe. Die Meinungen der einzelnen Parteien sind mir inzwischen mehr als bekannt und ich kann meine Wahlentscheidung aufgrund von Tatsachen und Überlegung treffen.

Die Elefantenrunde am Donnerstag erspar ich mir auch.

Dienstag, 16. September 2008

Letzte Woche - Politik + Sport

Die Welt dreht sich auch weiter, wenn ich nicht blogge. Zu ein paar Themen muss ich aber noch etwas loswerden:

Fußball: Litauen - Österreich 2:0
Nach dem Frankreich-Match hab ich mir gedacht: Super, die Mannschaft hat die Einstellung von der EM mitgenommen, sie kämpft und bemüht sich. Gegen Litauen hat es schon wieder ganz anders ausgesehen. Ein lustloses Spielen unzähliger Querpässe in der eigenen Hälfte, keine Strafraumszenen und eine völlig verfehlte Taktik (Nur 1 Stürmer gegen ein abwehrstarkes Team) führten zu einer vermeidbaren, ärgerlichen Niederlage. Außerdem ist aufgefallen, dass der "ewige Reservist" Manninger kein sicherer Rückhalt ist. Er sollte sich im Klaren sein, dass man Bälle auch fangen kann und nicht nur nach vorne abklatschen.
Die schwache Leistung der Österreicher ging leider auch nach dem Spiel weiter. Pogatetz nannte die Litauer Letten und das mehrmals hintereinander. Sollte man nicht wissen gegen wen man spielt? Wie würden wir uns fühlen, wenn wir als Deutsche bezeichnet werden würden? Und Ivanschitz dürfte ein anderes Spiel gespielt haben als ich gesehen habe. Denn anders sind die unterschiedlichen Eindrücke nicht zu erklären.

Politik I:
Das TV-Duell zwischen Haider und Faymann brauchte wenig Neues. Das BZÖ versucht die SPÖ zu erpressen. Kommt die SPÖ den Forderungen nicht nach, dann stimmt das BZÖ nicht mit und die SPÖ sthet als jemand da, der Versprechungen nicht einhält. Gibt die SPÖ aber nach, wird das als Vorarbeit für Rot-Blau-Orange gewertet und noch dazu würden zweifelhafte, teure Zusatzpakete damit abgeschlossen, die die Steuerreform gefährden. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die SPÖ nicht erpressen lässt. Der endgültige Showdown steht hier noch bevor.

Sport am Wochenende:
Rapid hat sich glücklich für die nächste Cup-Runde qualifiziert, sie schlugen DSV Leoben 4:1 nach Verlängerung. Einen Erfolg gab es auch für die Rapid Amateure, sie schlugen den Bundesliga-Verein Altach mit 2:1. Rapid trifft in der nächsten Runde auf Ried, die Amateure auf Mattersburg.

Sebastian Vettel gewinnt überraschend den Grand Prix von Monza. Der Deutsche beschert damit Torro Rosso, dem "kleinen" Bruder von Red Bull Racing den ersten Sieg. Das Rennen an und für sich war spannend, da viel von der Frage "Regen oder kein Regen" abhängig war. Nachdem der Regen trotz Ankündigung ausblieb, brauchte Vettel auch nicht fürchten, dass Hamilton nahe kommen könnte. Hamilton hat in diesem Rennen einige Überholmanöver durchgeführt, die meiner Meinung nach unfair waren. Er wurde dafür nicht bestraft (ich sehe es als ausgleichende Gerechtigkeit für den Punkteabzug von Spa). Da Massa vor Hamilton das Rennen beenden könnte beträgt dessen Vorsprung jetzt nur noch einen Punkt. Die WM bleibt spannend.

Politik II: TV-Duell Strache gegen Faymann:
Ein sehr emotionales Gespräch, dass für mich eines geklärt hat: Unter Faymann kann und wird es keine Koalition mit der FPÖ geben. Faymann hat die Positionen vertreten, die ich mir von einem SPÖ-Politiker erwarte und gewinnt für mich an Sympathie. Das war keine defensive Taktik gegen Strache, sondern es war auch wieder jene Angriffskraft zu sehen, die Gusenbauer nicht hatte.

Mittwoch, 10. September 2008

Wirtschaft nutzt den Staat aus

Im letzten Blog-Eintrag habe ich geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass die Wirtschaft sich zuviel an Rechten und Vergünstigungen vom Staat holt. Ich möchte das an zwei Beispielen erklären.

Als ich nach dem Bundesheer auf Arbeitssuche war, hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma von der ich ein halbes Jahr kein Gehalt bekommen hätte. Stattdessen wäre mein Gehalt vom Land Niederösterreich, dem AMS und einigen anderen staatlichen Organisationen gezahlt worden, damit dem Unternehmen während der Lernphase keine Kosten entstehen. Das heißt, der Staat zahlt der Wirtschaft Geld, damit sie so gnädig ist und Arbeitsplätze zur Verfügung stellt.

In den USA sind im Zuge der Immobilienkrise die Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac unter staatliche Kontrolle gestellt worden. Das Finanzministerium ist bereit diese Banken mit Eigenkapital zu stützen und ist dafür auch bereit die Verschuldung des Staates zu erhöhen. Solange es der Wirtschaft also gut geht, soll sich der Staat raushalten. Aber wehe alles geht den Bach runter. Dann soll der Staat in die Bresche springen.

Ich werfe dieses Verhalten übrigens hauptsächlich größeren Firmen vor. Kleine Unternehmen haben oft nicht die Möglichkeit solche Vergünstigungen vom Staat zu erhalten oder Gewinne solange herumzuschieben, bis keine Steuern mehr anfallen, sondern ächzen oft unter einer hohen Last, die ihnen vom Finanzamt und von der Sozialversicherung auferlegt wird.

Dienstag, 9. September 2008

Wahlkampfthemen

Das dominierende Thema dieses Wahlkampfs ist die Teuerung. In deren Schlepptau kommen Themen wie Zuwanderung und Sozialleistungen.

Meiner Meinung nach wird das Thema Teuerung überbewertet. Das hat nichts mit Überheblichkeit oder fehlendem Realitätssinn meinerseits zu tun, ich denke nur, dass das Thema Teuerung medial aufgeputscht wurde. Ja, die Inflation ist dieses Jahr höher als sonst und dadurch sind manche Dinge teuer er geworden. Ich bezweifle aber, dass alleine deshalb Menschen in Armut leben müssen, die es vorher nicht mussten. Was wirklich sehr viel teurer geworden ist, ist der Sprit. Und hier gilt es auch anzusetzen. In Wirklichkeit sollten nämlich folgende Themen den Wahlkampf dominieren:

  • Bildung: Die Akademikerquote ist laut einer heute veröffentlichten Studie in Österreich sehr niedrig. Ein freier Bildungszugang auf allen Ebenen inklusive einem verpflichtenden Vorschuljahr zur Schulung der Kommunikations- und Sprachkenntnisse sind die Eckpfeiler auf der man eine Wissensgesellschaft aufbauen kann. Wissen ist Macht.
  • Energie: Österreich sollte versuchen, im Bereich der erneuerbaren Energie eine führende Position einzunehmen. Der Spritpreis sollte nicht staatlich gedeckelt werden, vielmehr müsste den Menschen ein Anreiz gegeben werden auf Alternativen umzusteigen (öffentlicher Verkehr, Autos mit Alternativantrieb). Wer den Spritpreis deckelt lässt den Staat die Drecksarbeit für die Wirtschaft macht, die sich schon jetzt viel zu viel an Rechten und Vergünstigungen rausholt. Das Ziel muss sein mittelfristig aus der Ölfalle rauszukommen und nicht erst wenn keines mehr da ist einen Schock zu bekommen und dann hinterher zu sein.
  • Frauenpolitik: In diesem Punkt muss endlich etwas geschehen. Und zwar nicht die Änderung der Bundeshymne oder das große "I" in der Mitte der Worte, sondern gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Möglichkeiten Familie und Job unter einen Hut zubringen. Diesmal darf es nicht bei hohlen Phrasen bleiben.
  • Europapolitik: Österreich muss in Europa selbstbewusst auftreten. Das bedeutet einerseits die EU durchaus als das tolle Projekt sehen, dass sie zweifellos ist, andererseits müssen österreichische Forderungen auch Gehör finden. Dafür müssen Koalitionen mit anderen Mitgliedern geschlossen werden.
  • Trennung von Kirche und Staat: Sollte in Österreich zwar so sein, ist es aber nicht. Das muss umgesetzt sein. Erst wenn in den Köpfen der Österreicher verankert ist, dass die Gleichung Österreich=Christentum nicht richtig ist, wird ein unverkrampfter Umgang mit allen Glaubensrichtungen möglich sein.
  • Zuwanderung: Eine Beschleunigung von Asylverfahren ist äußert wichtig. Integrierten Personen soll die Staatsbürgerschaft schon vor Ablauf der 10 Jahre Wartezeit verliehen werden. Deutsch zu können sollte Pflicht werden (um sich verständigen zu können), allerdings nicht vor der Einwanderung.
  • Justiz: Verkehrsstrafen im Zusammenhang mit Alkohol müssen verschärft werden. Wer alkoholisiert Auto fährt, sollte den Führerschein verlieren und erst nach einer mehrjährigen Wartezeit wieder die Möglichkeit haben, den Führerschein zu erneuern. Bei Wiederholungstätern plädiere ich für lebenslangen Führerscheinentzug.
Im Moment habe ich das Gefühl, dass die Politiker in die falsche Richtung gehen. Irgendwelche Vergünstigungen zu schaffen, um der Bevölkerung ein Jahr lang zu helfen ist zu wenig. Nachhaltige Konzepte sind wichtig, auch wenn sie nicht so populär sind. Im Moment sieht es so aus als würde Van der Bellen das verstanden haben.

Van der Bellen und Strache

Kann es zwei Politiker geben, die unterschiedlichere Standpunkte vertreten? Mir fällt ad hoc niemand ein.

Auch wenn einige Sätze schon in früheren Dikussionen gefallen sind, so war auch ein wenig Neues zu hören:

1) Laut Strache gibt es in Österreich 400.000 Jäger. Das sind fast 5% der Bevölkerung. Diese Zahl kommt mir doch sehr hoch vor.

2) Die FPÖ verlangt einen völligen Zuwanderungsstopp von Nicht-EU-Ausländern.

3) In Österreich gibt es lediglich 2(!) Moscheen mit Minaretten.

Ansonsten war es so, dass Strache seine alten Standardsätze herausgekramt hat und Van der Bellen sehr gut argumentieren konnte. Strache hat behauptet, tolerant gegenüber allen Religionen zu sein, will aber keine Moscheen bauen lassen. Das widerspricht seiner Meinung nach nicht der freien Religionsausübung. Ansonsten haben beide versucht den anderen ins rechte/linke Eck zu stellen und die jeweiligen Positionen zu untermauern.

Also nicht viel Neues. Am Donnerstag gehts weiter mit Faymann gegen Haider.

Nachsatz: Die ORF-Psychologin ist etwas eigenartig. Nachdem sie nach der Faymann/Van der Bellen-Runde gemeint hat, die Menschen mögen Gespräche mit so vielen Zahlen nicht, weil sie das verwirrt, hat sie heute gelobt, dass Van der Bellen Witze gemacht hat (Stichwort: "Wachteleier") und hat es als positiv gewertet, dass Strache Van der Bellen ins Wort gefallen ist, weil das für die Rolle, die er ausfüllen will, wichtig und richtig ist. Ich wußte bis jetzt nicht, dass Politiker Humor haben müssen und ich wußte auch nicht, dass Strache Wähler damit anlockt, dass er beweist, keine Gesprächskultur zu besitzen. Oder ist das ein etwa ein Indiz auf den IQ der FPÖ-Wähler?

Montag, 8. September 2008

Formel 1

Das war mit Abstand das spannendste Rennen in diesem Jahr. Leider aber nur die letzten 4 Runden. Der ständige Führungswechsel zwischen Räikönnen und Hamilton war mehr als aufregend.

Dennoch drängen sich zwei Fragen auf: Warum schafft es ein Weltmeister nicht sein Auto ins Ziel zu bringen (der selbe Weltmeister, der heuer schon einmal gelb mit grün verwechselt hat)?

War die Strafe gegen Hamilton gerechtfertigt? Ich sehe das so: Hätte Hamilton gewonnen und Räikönnen wäre Zweiter geworden, dann hätte ich die Strafe verstanden. Denn auch wenn er Räikönnen vorbei gelassen hat, hatte er einen Vorteil aus der Abkürzung. Da aber der Ferrari-Pilot danach sein Auto ruiniert hat, hatte der Abschneider von Hamilton keine Auswirkung auf das Rennen. Massa und Heidfeld waren viel zu weit entfernt, d.h. auch wenn Hamitlon die Kurve ausgefahren wäre, hätten sie ihn nicht eingeholt.

Bei aller Sympathie für Massa und Ferrari: Der Sieg ist gestohlen.

Österreich - Frankreich 3:1

Das war eine Überraschung. Die Nummer 101 der FIFA-Weltrangliste schlägt die Nummer 11.

Die Österreicher waren nicht spielüberlegen, sie haben nicht unbedingt attraktiv gespielt, 2 der 3 Tore waren sehr glücklich, 2 Lattenschüsse der Franzosen zeigen dass es auch anders ausgehen hätte können.

ABER: Das Nationalteam hat gekämpft, hat Einsatz gezeigt, hat sich bemüht und das ist das, was man sich von der Mannschaft erwarten darf. Dass sie sich ins Zeug legt. Und das hat sie getan.

Hickersberger hat es geschafft in seiner Amtszeit ein Rumpfteam zusammen zu stellen, dass es mit einer Brückner'schen Taktik geschafft hat, den Vizeweltmeister zu besiegen. Und an alle, die sagen, dass das Team wegen Scharner jetzt viel besser ist: Scharner wurde zu Recht aus der Mannschaft geworfen und auch mit ihm hätten wir wohl die EM nicht anders abgeschlossen.

Warum "Berufsreservist" Manninger den Vorzug vor Macho erhalten hat, habe ich nicht verstanden, er hat seine Aufgabe aber gut erledigt, auch Janko hat mich positiv überrascht.

An alle, die das Interview mit Brückner danach gesehen haben: Kann mir jemand eine Übersetzung schicken? Das genuschelte "Deutsch" war schwer zu verstehen.

Sonntag, 7. September 2008

CD-Tipp: The Ting Tings - We started nothing

Die Tings Tings sind eine britische Band, bestehend aus Katie White und Jules de Martino. Sie wird dem Indie-Pop-Genre zugeordnet. Bekannt wurde diese Band als ihr Lied "Shut up and let me go" in einem IPod-Werbespot zu hören war.

Das Besondere an der CD ist die Vielzahl an Stilelementen. Die einzelnen Lieder unterscheiden sich stark voneinander, das einzig Gleichbleibende ist die Stimme der Sängerin. Ich glaube, dass ich Elemente von 80er-Jahre-Musik raushöre, aber den Rest kann ich nicht beschreiben. Also: Selber anhören und genießen!

Leider muss auch Kritik an dieser CD geübt werden: Lediglich 10 Lieder sind auf der CD zu finden, das ergibt eine Gesamtspieldauer von etwas mehr als 35 Minuten. Von diesen 10 Liedern sind aber immerhin 8 als hörenswert zu empfehlen.

Der Saturn hat unverschämterweise nicht weniger als 18€ für diese CD verlangt, bei amazon warens dann "nur" noch 14€. Ich hab mich aber dann genauer beim Saturn umgeschaut und siehe da: Jede CD (außer es läuft eine Aktion) kostet soviel. Wirke ich alt, wenn ich sage: Früher war alles billiger?

Natinalratswahl 2008: Haider gegen Van der Bellen

Wie schon das letzte Duell war auch dieses Gespräch eher ein Streit als eine Diskussion.

Jörg Haider hat flugs wieder ein paar Zahlen aus dem Hut gezogen (an denen zu zweifeln ist), hat die Grünen versucht zu kriminalisieren, Kärnten hochgelobt und Van der Bellen unterbrochenm wo es ging.

Van der Bellen hat versucht ruhig zu wirken und Argumente zu bringen, seine Körpersprache hat aber ausgedrückt, dass er an einem Gespräch mit Haider nicht interessiert ist.

Wie bei fast jeder Diskussion gab es auch diesmal eine kleine Überraschung. Ein Antrag des BZÖ zum Schutz der Kinder beinhaltete einen Passus,der verlangt dass Kinder alle 6 Monate auf Missbrauchsspuren untersucht werden sollen. Das passt gut in die Gedankenwelt von Haider, der ein Problem damit hat, Schuld und Unschuld auseinanderzuhalten. An seinem Parteifreund Westenthaler sieht man, dass das Problem in der ganzen Partei zu sein scheint.

Dienstag, 2. September 2008

Nationalratswahl 2008 - Jetzt gehts los

Heute ist ein Rätsel der österreichischen Innenpolitik gelöst worden: Molterer lebt! Sah es bei der letzten Debatte noch so aus, als würde er jeden Moment vom Sessel kippen, so dachte ich diesmal, dass er gleich aufspringt und Strache verprügelt. Und dieser machte den Eindruck als warte er nur darauf.

Das war mit Abstand die bisher schmutzigste Auseinandersetzung vor der kommenden Wahl. Beschimpfungen wurden ausgeteilt und dabei auch nicht vergessen so nebenbei immer wieder mal auf die SPÖ hinzutreten.

Inhaltlich kam wenig Neues. Die ÖVP hat erkannt, dass es ganz ohne Wahlzuckerl nicht geht und Strache hat sein altes Programm abgespult. Beim Thema Frauenpolitik habe ich keinen konkreten Vorschlag gehört, das war mehr das ewig Gleiche zu hören (mehr Kinderbetreuungsplätze, gleiches Gehalt), Ideen, die nach der Wahl dann sowieso nicht umgesetzt werden.

Frauen, die FPÖ wählen, verstehe ich aber sowieso nicht. Mir kommt vor, die Frau hat in den Augen der FPÖ zwei Aufgaben. Viele Kinder kriegen und diese gefälligst daheim zu versorgen. Ist ja wohl auch notwendig, sonst werden wir ja "umgevolkt".

Und eines verstehe ich nicht: Ich stimme überein, dass zugewanderte Menschen deutsch lernen sollten, da dies nun mal Amtssprache ist. Jemand, der aber aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen sein Land verlässt, wird nicht die Möglichkeit haben VORHER noch schnell Deutsch zu lernen. Deshalb darf man Deutschkenntnisse nicht bei der Zuwanderung verlangen, sondern erst später. Wie das vonstatten gehen soll, sollen sich die Politiker überlegen. Einen generellen Staatsbürgertest halte ich für falsch, denn von Zuwanderern die Absolvierung eines Tests zu verlangen, denn ca. die Hälfte der hier geborenen nicht schaffen würde, halte ich für vermessen.

Sonntag, 31. August 2008

Sport am Wochenende

Fußball:
Rapid gewinnt erneut, diesmal ein 5:2 Auswärtserfolg gegen den LASK. Damit bleibt Rapid Tabellenführer und kann sich sogar absetzen, denn sowohl Sturm Graz (1:4 auswärts gegen Ried) als auch Red Bull Salzbug (0:1 Auswärtsniederlage gegen Kärnten) haben in dieser Runde keine Punkte gemacht.

Die Torschützen für Rapid waren Hoffer (2x), Maierhofer und Katzer (das fünfte Tor war ein Eigentor). Damit führt Hoffer mit 7 Toren die Torschützenliste an (ex aequo mit Janko), an dritter Stelle liegt Stefan Maierhofer (6 Tore, ex aequo mit Marleb).

Motorsport:
Sebastien Loeb gewinnt die Neuseeland-Rallye mit Glück in der letzten Sonderprüfung. Loeb führt die WM-Wertung an. Dieser Sieg war Nummer 44 in seiner Karriere.

Auch Moto-GP Serienweltmeister Valentino Rossi konnte an diesem Wochenende eine Sieg verbuchen und gewann den WM-Lauf in San Marino.

Freitag, 29. August 2008

Spruch zm Wochenende

Ich gebe zu, der ist nicht mir eingefallen, aber ich finde ihn super:

Der Gesamt-IQ auf der Erde ist eine Konstante.
Die Bevölkerung wächst.

Harry Potter

Ich spreche es mal aus: Harry Potter ist toll! Ja, ich gestehe es, ich habe die Bücher gelesen und die Filme gesehen.

Als voriges Jahr der fünfte Teil in die Kinos kam und meine Frau ihn sehen wollte, hab ich mir vorher die ersten vier Teile auf DVD angeschaut und war nach dem Kinobesuch neugierig, wie die Geschichte weitergeht. Ich habe dann den ersten Band gelesen (lockere 332 Seiten, englisch) und danach keine Zeit mehr gefunden die anderen zu lesen. Im Frühling hab ich dann weitergemacht und 750 Seiten (englisch) allein für Band 4 haben schon ihre Zeit in Anspruch genommen. Jetzt bin ich durch - alle 7 Bände auf englisch gelesen.

Jeder der Harry Potter für ein Kinderbuch hält, sollte es mal lesen. Ab dem zweiten Band ist es vielmehr als das. Die Welt, die Rowling hier geschaffen hat, ist so interessant und detailliert beschrieben, dass es einen einfach in den Bann zieht. Ich habe früher nie verstanden, warum die Menschen ausflippen, wenn ein neuer Band erscheint. Warum sie ausgeflippt sind, verstehe ich immer noch nicht. Dass sie aber unbedingt das neue Buch wollten, kann ich nachvollziehen.

FPÖ

Hab in meiner kleinen Bildersammlung daheim ein altes Bild zur FPÖ gefunden. Mehr gibts dazu auch nicht zu sagen.

Diskussion zwischen Haider (BZÖ) und Molterer (ÖVP)

Es ist erschreckend, wie zwei Menschen 50 Minuten miteinander wetteifern, wer besser für die Republik ist, wenn der eine Menschenrechte ignoriert und der andere nichts anderes sagt, als das es vorerst mal kein Geld für die Menschen gibt.

Die Forderung Haiders Asylwerber (die sowohl er als auch Molterer mit Kriminellen gleichsetzt) OHNE gerichtliche Verurteilung abzuschieben bzw. die zuvor im Magazin "profil" abgedruckte Überlegung Asylwerbern grundsätzlich Fußfesseln anzulegen, ist erschreckend und bizarr. Um Asylwerber aber von Haus aus zu kennzeichnen, könnte man ihnen gleich einen gelben Stern auf die Kleidung nähen, wäre das nicht am einfachsten? Es ist beschämend für dieses Land, dass ein Politiker der offen zugibt, die Menschenrechte verletzen zu wollen, ein Bundesland regieren kann und immer wieder gewählt wird.

Auf der anderen Seite Finanzminister Molterer. Es mag sein, dass das Budget kanpp bemessen ist und es ist sicher so, dass Schulden nicht unbedingt gut für ein Land sind, aber in Zeiten in denen die Kaufkraft zu schwinden droht, sollte man da die Menschen nicht untersützen um so die Wirtschaft zu beflügeln? Ist es nicht Unsinn jetzt das Geld zurückzuhalten und so auch die Wirtschaft zu schwächen? Dann wird nämlich auch 2010 kein Geld da sein für eine Steuerreform (die positiven Auswirkungen der letzten Steuerreform 2004 habe ich übrigens noch immer nicht gesehen, für wen waren die spürbar?). Ich verstehe Molterer schon, jetzt im Schnellschuss ein paar Millionen rauszuhauen, nur damit das Stimmvieh sein Kreuzchen richtig macht, ist Unsinn. Das betrifft ebenso eine Mehrwertsteuersenkung wie eine Einmalzahlung, wie sie Haider heute angeregt hat. Auf der anderen Seite halte ich es für falsch, jetzt zwei Jahre zuzuwarten.

Ich hoffe wirklich, dass die nächste Regierung nicht aus ÖVP-FPÖ-BZÖ besteht.

Donnerstag, 28. August 2008

Diskussion zwischen Van der Bellen (Grüne) und Faymann (SPÖ)

Könnte Politik immer so friedlich sein, wie in dieser "Diskussion"? Es war schwer zu erkennen, ob Faymann Spitzenkandidat der Grünen oder der SPÖ ist. In der zweiten Hälfte der Diskussion wurden dann aber die Unterschiede sichtbar. Während Faymann weiter auf den Ausbau der Straßen pocht, wollen die Grünen eine stärkere Zuwendung zum öffentlichen Verkehr, etwas was langfristig gesehen, notwendig sein wird.

Positiv anzumerken war, dass Faymann im Gegensatz zu Gusenbauer auch so etwas wie Argumente bringen konnte, anstatt immer die selben Sätze zu wiederholen.

Alexander van der Bellen war wie immer souverän und kompetent. Dass die Grünen sich die Energiepolitik an die Fahnen heften, ist gut - bis jetzt hat man dazu von den Parteien wenig gehört. Auch das Ziel einer "Wissensgesellschaft" ist gut, denn spätestens dann fällt die FPÖ aus dem Parlament.

Montag, 25. August 2008

Faymanns Überraschung

Die SPÖ kündigt das Stillhalteabkommen auf.

Stillhalteabkommen, das Wort alleine klingt schon eigenaritg. Bedeutet "stillhalten" dass sich die Parteien einzementieren, also ihre Position nicht mehr verändern. Oder bedeutet es, dass die Minister sich ab jetzt still verhalten sollen, dass also bis zur Angelobung der nächsten Regierung nicht mehr gearbeitet wird?

Wie dem auch sie, die SPÖ hat es aufgekündigt und das bedeutet, dass jetzt im Nationalrat Gesetze durch wechselnde Mehrheiten beschlosssen werden könnten. Die interessantesten zwei Vorschläge des SPÖ-Vorsitzenden sind die Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und die Abschaffung der Studiengebühr. Offizieller Grund für diese Maßnahmen ist der Versuch die Kaufkraft der Bürger zu steigern, um die Wirtschaft anzkurbeln. Dass der wahre Grund natürlich der Versuch ist neue Wähler zu gewinnen ist wohl umbestritten.

Ob das funktioniert werden die nächsten Wochen zeigen.

The dark knight

Am Samstag habe ich mir "The dark knight" angesehen und das obwohl ich gehypte Filme normalerweise meide (meistens sind dann einfach die Erwartungen zu hoch und danach ist man enttäuscht).

Diesmal habe ich es nicht bereut. "The dark knight" ist ein gelungener Film. Die Darsteller machen ihre Sache gut. Einzige kleine Enttäuschung: Maggie Gyllenhaal, sie passt in die Rolle der Rachel nicht so gut wie Katie Holmes. Heath Ledger spielt den Bösewicht sehr gut, ob es Oscar-reif ist, ist schwer zu sagen.

Positiv zu erwähnen: Obwohl zweite Teile immer versuchen, den ersten in sämtlichen Bereichen zu toppen (inkl. Toter, Anzahl der Explosionen, Autounfälle und Einsatz von anderen Special Effects), ist das bei "The dark knight" fast nie fehl am Platz.

Fazit: Wer "Batman Begins" mochte, wird auch "The dark knight" mögen. Und jeder Fan von Actionfilmen sollte sich den Film nicht entgehen lassen (auch wenn man über das Ende geteilter Meinung sein kann).

Freitag, 22. August 2008

Nationalratswahl 2008 - Erste Fernsehdiskussion

Es wurde nicht die erwartete Schlammschlacht zwischen Haider und Strache. Vor allem Haider spielte den Gelassenen, während Strache doch deutlich strenger mit Haider ins Gericht ging.

Inhaltlich war nicht viel Neues zu hören. Die Idee eines verpflichtenden Kindergartenjahres inkl. Deutschkurs gratis für alle Kinder ist meines Erachtens nach gut.

Wählbar sind diese beiden Herren aus mehreren Gründen trotzdem nicht. Jemand der sich über den Verfassungsgerichtshof hinwegsetzt ist ebenso als Politiker nicht tragbar, wie jemand, der heute wiederholt hat, dass Zuwanderer am Zusammenbruch des Sozialstaats Schuld seien. Von den gelegentlichen Ausflügen an den extrem rechten Rand ("ordentliche Beschäftigungspolitik im 3. Reich", die 3-Bier-Affäre, usw.) ganz zu schweigen.

Am Dienstag gehts es weiter - Faymann gegen Van der Bellen

Donnerstag, 21. August 2008

Nationalratswahl 2008

Morgen gehen die Fernsehdiskussionen auf ORF los.

Runde 1: Jörg Haider (BZÖ) gegen H. C. Strache (FPÖ)
Das erste Gespräch ist gleich ein "Derby". Das Original gegen die Kopie? Der Alte gegen den Jungen? Der Rechte gegen den Rechten? Es ist schwer einen Titel für diese Diskussion zu finden. Lustig wird es aber werden, wie schon bei der letzten Wahl.

Die Ausgangslage:
Das BZÖ schafft nach letzten Umfragen den Einzug knapp, die FPÖ wird Platz 3 übernehmen und einen gewaltigen Schritt nach vorne machen.

Scheinbar wiederholt sich die Geschichte wirklich. Oder bin ich der einzige, der sich an die 90er Jahre erinnert fühlt, als eben jener Jörg Haider kontinuierlich Stimmen von SPÖ und ÖVP einsammelte und schließlich anno '99 sogar Platz 2 einfahren konnte? Experten sprechen davon, dass der rechte Rand des politischen Spektrums ein Potential von ca. 25% hat. Soll ich mich freuen, dass es nicht mehr sind oder mich wundern, warum ein Viertel der Österreicher auf puren Populismus von rechts hereinfallen (und weitere auf den von links) ?

Perfekte Alben: Wir sind Helden - Die Reklamation

Es gibt nur wenige Musik-CDs, auf denen jedes einzelne Lied wirklich gut ist. CDs, die man einlegen und in einem Stück durchhören kann, bei denen man kein Lied überspringen will, die man einfach genießen kann.

"Die Reklamation" ist so eine CD. Die erste CD von "Wir sind Helden" besticht vor allem durch die ausgeklügelten Wortspiele, von denen sich manche erst bei mehrmaligen Hören erkennen lassen. Ein weiteres Plus ist die gut abgestimmte Reihenfolge der Lieder.

Auch wenn die Nachfolgealben der Helden nicht schlecht sind, an die Qualität des Debütalbums kommt keines heran.

Der Standard-Anfangspost

Ich vermute, ich blogge aus dem selben Grund wie die meisten anderen Blogger. Weil ich glaube, dass ausgerechnet ICH etwas zu sagen habe, was andere Leute interessieren könnte. Schauen wir mal, ob es stimmt....