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Dienstag, 18. Januar 2011

Heeresreform

Ich denke, die Wehrpflicht gehört abgeschafft und ich sage das als jemand, der 8 Monate seines Lebens beim Bundesheer sinnlos vergeudet hat. Mir hat das Bundesheer nichts gebracht und ich denke so geht es vielen.

Deshalb denke ich, dass eine Heeresreform in ein Berufsheer münden sollte. Es steht außer Frage, dass so ein Heer natürlich die Aufgaben des derzeitigen Bundesheers weiterhin erfüllen muss, vor allem im Bereich Katastrophenhilfe. Ich denke, dass daran auch niemand rütteln will, auch wenn manche nicht müde werden diesen Punkt immer wieder zu wiederholen.

Die Zivildienstfrage könnte leicht gelöst werden. Ich würde eine halbjährige Zivildienstpflicht einführen und zwar für alle Staatsbürger inkl. der für den Heeresdienst untauglichen, die zwar untauglich sind, im Arbeitsalltag aber keine Einschränkung haben. Dieser Dienst, so denke ich, würde den Charakter schulen, er wäre ein Dienst an der Gesellschaft und könnte Wissen (zB.: im Bereich Erste Hilfe) vermitteln.

Was die Frage der Neutralität angeht: Österreich ist de facto nicht mehr neutral. Wir sind Mitglied der EU und haben zB der USA im Golfkrieg Überflugsgenehmigungn erteilt. Die Neutralität kann heutzutage kein Hinderungsgrund für ein Berufsheer sein, ich würde sogar so weit gehen, die heilige Kuh Neutralität zu schlachten. Das heißt nicht, dass man in Kriege ziehen sollte, aber man sollte nicht so tun, als ob es die immerwährende Neutralität noch in ihrer ursprünglichen Form gibt.

Videoabend (Spoiler)

Valentinstag:
Der Film erinnert von Zeit zu Zeit ein wenig an "Tatsächlich Liebe", auch hier gibt es mehrere, lose miteinander verknüpfte Handlungsstränge, von denen alle ganz nett erzählt sind, was durch das hohe Staraufkommen unterstützt wird. Negativ ist nur die grundsätzliche gleiche Geschichte für alle Handlungsstränge, bei denen immer zuerst etwas Schlimmes passiert, am Ende aber doch ein Happy End herauskommt. Trotzdem einer der besseren romantischen Filme der letzten Zeit.

Ghostwriter:
Der Film kommt nie richtig in Fahrt. Zwar spielen Pierce Brosnan und Ewan McGregor ihre Rollen gut, der Film dümpelt aber die meiste Zeit nur dahin. Das ist schade, denn die grundsätzliche Story ist wirklich gut. Enttäuschend ist das Ende. Der Film hört mittendrin auf, quetscht noch schnell einen (unlogischen) Schluss rein und lässt dann auch noch viele Fragen offen. Für die einen mag der Schluss ein kunstvoller Trick von Polanski sein, für mich war er nur unbefriedigend, ich mag lieber ganze Geschichten sehen.

Der Tag, an dem die Erde stillstand:
Ich habe das Original nie gesehen, ging also nicht vorbelastet in den Film. Die grundsätzliche Idee ist wieder gut, die Darsteller waren mittelmäßig, auch wenn Jaden Smith, der Sohn von Will Smith die ganze Zeit über genervt hat. John Cleese, der als fünfter in der Darstellerliste aufscheint, kommt gerade einmal fünf Minuten vor. Auch hier war das Ende wieder einmal ein Reinfall, weil es unnötigerweise kitschig ist.

Samstag, 1. Januar 2011

Videoabend (Spoiler)

Die Twilight Saga-Eclipse:
Nach dem ersten, annehmbaren und dem zweiten, langweiligen Teil folgte nun Teil 3. Im Vergleich zu Teil 2 ist eine Steigerung zu erkennen, vor allem die Rückblendeszenen fand ich sehr gelungen. So bekommen die Figuren etwas mehr Profil. Leider verzettelt sich der Film relativ bald in die selben Themen wie in den vorigen Filmen. Das Thema, dass Bella kein Vampir ist, die Cullens aber schon, wird immer dann unterbrochen, wenn es um den Rivalitätenkampf zwischen Edward und Jacob geht, der eigentlich ja schon in Teil 2 entschieden wurde und sich jetzt nur noch um die Frage dreht, ob Bella Jacob mag oder liebt, was eine untergeordnete Rolle spielt, da sie Edward mehr liebt und heiraten will. Die Animation der Wölfe ist gut gelungen.

Prince of Persia:
Ein Actionfilm, wie es viele andere gibt und der nur ein etwas anderes Ende hat, in dem der Prinz keine Skrupel hat, die Tatsache einzusetzen, dass er die Prinzessin schon sehr gut kennt, sie ihn aber (durch die veränderte Vergangenheit) nicht.

Verblendung (enthält Spoiler)

Normalerweise passt meine Meinung zu Filmen in ein paar knappe Sätze, im Falle von "Verblendung" muss ich aber einfach mehr sagen.

Ich finde den Film abstoßend und kann nicht verstehen, warum er so gehypt wird. Dabei sind es mehrere Faktoren, die mich besonders stören.

Zum einen zeigt der Film mehrere(!) Vergewaltigungsszenen sehr deutlich. Mir ist schon klar, dass solche Verbrechen passieren, aber eine mehrminütige Vergewaltigungsszene mit einer vor Angst und Schmerzen schreienden Frau ist nichts, was ich sehen will, wenn ich mir einen Film ansehe. Und das war nur die Spitze des Eisbergs.

Der Film spart generell nicht mit Gewalt. Neben den erwähnten Szenen dürfen wir uns Bilder von einer verstümmelten, enthaupteten Frau, von einer vergewaltigten Leiche und andere Nettigkeiten ansehen, die man auch anders in die Handlung einbauen könnte. Als Kontrast haben wir mehrere Nacktszenen.

Was mich auch gestört hat ist die Tatsache, dass die Handlung in sich nicht schlüssig ist. In welchem Verhältnis die beiden Hauptdarsteller zueinander stehen ist unklar, warum eine Hackerin, die am Ende Millionen von einem Konto abräumen kann, vorher nicht in der Lage ist, Geld für einen Laptop aufzutreiben, bleibt offen.

Die moralische Botschaft kommt dann noch dazu. Zwischen Lisbeth und Harriet gibt es eine Parallele: Beide wurden vergewaltigt und beide gehen nicht etwa zur Polizei um sich und potentiellen weiteren Opfern zu helfen. Stattdessen tötet Harriet ihren Vater und lässt ihren Bruder unzählige weitere Morde begehen. Lisbeth foltert ihren Peiniger, der gleichzeitig ihr Vormund ist und erpresst ihn, verschwendet aber auch keinen weiteren Gedanken an andere Mädchen und Frauen, die dem Sadisten ausgeliefert sind. In beiden Fällen wird die Selbstjustiz (wie auch gegen Schluss gegen den Täter) als probates Mittel präsentiert um sich zu wehren - die vorangegangen Vergewaltigungsszenen sollen dabei als Rechtfertigung dienen.

Der Haupthandlungsstrang ist annehmbar, aber auch nicht besser als andere Krimiverfilmungen.

Die anderen Teile spar ich mir mit Sicherheit.