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Mittwoch, 10. September 2008

Wirtschaft nutzt den Staat aus

Im letzten Blog-Eintrag habe ich geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass die Wirtschaft sich zuviel an Rechten und Vergünstigungen vom Staat holt. Ich möchte das an zwei Beispielen erklären.

Als ich nach dem Bundesheer auf Arbeitssuche war, hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma von der ich ein halbes Jahr kein Gehalt bekommen hätte. Stattdessen wäre mein Gehalt vom Land Niederösterreich, dem AMS und einigen anderen staatlichen Organisationen gezahlt worden, damit dem Unternehmen während der Lernphase keine Kosten entstehen. Das heißt, der Staat zahlt der Wirtschaft Geld, damit sie so gnädig ist und Arbeitsplätze zur Verfügung stellt.

In den USA sind im Zuge der Immobilienkrise die Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac unter staatliche Kontrolle gestellt worden. Das Finanzministerium ist bereit diese Banken mit Eigenkapital zu stützen und ist dafür auch bereit die Verschuldung des Staates zu erhöhen. Solange es der Wirtschaft also gut geht, soll sich der Staat raushalten. Aber wehe alles geht den Bach runter. Dann soll der Staat in die Bresche springen.

Ich werfe dieses Verhalten übrigens hauptsächlich größeren Firmen vor. Kleine Unternehmen haben oft nicht die Möglichkeit solche Vergünstigungen vom Staat zu erhalten oder Gewinne solange herumzuschieben, bis keine Steuern mehr anfallen, sondern ächzen oft unter einer hohen Last, die ihnen vom Finanzamt und von der Sozialversicherung auferlegt wird.

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