Heute ist ein Rätsel der österreichischen Innenpolitik gelöst worden: Molterer lebt! Sah es bei der letzten Debatte noch so aus, als würde er jeden Moment vom Sessel kippen, so dachte ich diesmal, dass er gleich aufspringt und Strache verprügelt. Und dieser machte den Eindruck als warte er nur darauf.
Das war mit Abstand die bisher schmutzigste Auseinandersetzung vor der kommenden Wahl. Beschimpfungen wurden ausgeteilt und dabei auch nicht vergessen so nebenbei immer wieder mal auf die SPÖ hinzutreten.
Inhaltlich kam wenig Neues. Die ÖVP hat erkannt, dass es ganz ohne Wahlzuckerl nicht geht und Strache hat sein altes Programm abgespult. Beim Thema Frauenpolitik habe ich keinen konkreten Vorschlag gehört, das war mehr das ewig Gleiche zu hören (mehr Kinderbetreuungsplätze, gleiches Gehalt), Ideen, die nach der Wahl dann sowieso nicht umgesetzt werden.
Frauen, die FPÖ wählen, verstehe ich aber sowieso nicht. Mir kommt vor, die Frau hat in den Augen der FPÖ zwei Aufgaben. Viele Kinder kriegen und diese gefälligst daheim zu versorgen. Ist ja wohl auch notwendig, sonst werden wir ja "umgevolkt".
Und eines verstehe ich nicht: Ich stimme überein, dass zugewanderte Menschen deutsch lernen sollten, da dies nun mal Amtssprache ist. Jemand, der aber aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen sein Land verlässt, wird nicht die Möglichkeit haben VORHER noch schnell Deutsch zu lernen. Deshalb darf man Deutschkenntnisse nicht bei der Zuwanderung verlangen, sondern erst später. Wie das vonstatten gehen soll, sollen sich die Politiker überlegen. Einen generellen Staatsbürgertest halte ich für falsch, denn von Zuwanderern die Absolvierung eines Tests zu verlangen, denn ca. die Hälfte der hier geborenen nicht schaffen würde, halte ich für vermessen.
Dienstag, 2. September 2008
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