Kann es zwei Politiker geben, die unterschiedlichere Standpunkte vertreten? Mir fällt ad hoc niemand ein.
Auch wenn einige Sätze schon in früheren Dikussionen gefallen sind, so war auch ein wenig Neues zu hören:
1) Laut Strache gibt es in Österreich 400.000 Jäger. Das sind fast 5% der Bevölkerung. Diese Zahl kommt mir doch sehr hoch vor.
2) Die FPÖ verlangt einen völligen Zuwanderungsstopp von Nicht-EU-Ausländern.
3) In Österreich gibt es lediglich 2(!) Moscheen mit Minaretten.
Ansonsten war es so, dass Strache seine alten Standardsätze herausgekramt hat und Van der Bellen sehr gut argumentieren konnte. Strache hat behauptet, tolerant gegenüber allen Religionen zu sein, will aber keine Moscheen bauen lassen. Das widerspricht seiner Meinung nach nicht der freien Religionsausübung. Ansonsten haben beide versucht den anderen ins rechte/linke Eck zu stellen und die jeweiligen Positionen zu untermauern.
Also nicht viel Neues. Am Donnerstag gehts weiter mit Faymann gegen Haider.
Nachsatz: Die ORF-Psychologin ist etwas eigenartig. Nachdem sie nach der Faymann/Van der Bellen-Runde gemeint hat, die Menschen mögen Gespräche mit so vielen Zahlen nicht, weil sie das verwirrt, hat sie heute gelobt, dass Van der Bellen Witze gemacht hat (Stichwort: "Wachteleier") und hat es als positiv gewertet, dass Strache Van der Bellen ins Wort gefallen ist, weil das für die Rolle, die er ausfüllen will, wichtig und richtig ist. Ich wußte bis jetzt nicht, dass Politiker Humor haben müssen und ich wußte auch nicht, dass Strache Wähler damit anlockt, dass er beweist, keine Gesprächskultur zu besitzen. Oder ist das ein etwa ein Indiz auf den IQ der FPÖ-Wähler?
Dienstag, 9. September 2008
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