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Freitag, 17. Oktober 2008

Haiders Tod

Viel wurde in der letzten Woche von Jörg Haiders Tod berichtet. Dabei wurde eines wieder deutlich: Über einen Toten spricht man nicht schlecht. Diese Einstellung vertreten zumindest alle heimischen Spitzenpolitker, die es aber natürlich auch nicht wagen dürfen, etwas Negatives über Haider zu sagen. Ich vertrete hier eine Meinung mit der ich nicht alleine bin: Menschlich ist der Tod eines jeden Menschen tragisch, politisch wird mir Jörg Haider nicht fehlen.

Welche Auswirkungen wird das plötzliche Ableben auf die Innenpolitik haben? Das BZÖ wird sich spätstens vor der nächsten Wahl auflösen, die Funktionäre werden zum Großteil zur FPÖ wechseln. Die Wähler werden nicht alle zur FPÖ wechseln, die reinen "Haider-Wähler" werden auch zur ÖVP und zum Teil zur SPÖ zurückwandern. Deshalb wird das dritte Lager wieder schrumpfen - es fallen jene Wähler weg, die Haider als "eh nicht so schlimm" bezeichnet haben, zusätzlich tritt in Kärnten hoffentlich wieder ein Normalzustand ein.

In Kärnten wird außerdem bald gewählt werden. Ich traue mich zu wetten, dass auf den BZÖ-Plakaten Jörg Haider zu sehen sein wird. Der Slogan wird in Richtung "Seinen Weg fortsetzen" gehen, die Wähler werden noch einmal "den Jörg" wählen.

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