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Montag, 6. Oktober 2008

Die lange Nacht der langen Schlangen

Am Samstag haben wir es ausprobiert: Die lange Nacht der Museen. Der Plan sah folgendermaßen aus: Start beim Schwarzenbergplatz bei der Choco Vienna, danach in die Schatzkammer des Deutschen Ordens (Singerstraße), danach auf die Gumpendorfer Straße ins Foltermuseum und anschließend ins Werbemuseum.

Choco Vienna: Die Schlange dort war uns einfach zu lang, deshalb haben wir darauf verzichtet.
Schatzkammer des Deutschen Ordens: Wer die Schatzkammer in der Hofburg mag, wird auch diese Schatzkammer mögen, die Ausstellungsstücke versetzen in Erstaunen.
Kunstforum: Da ich schon immer wissen wollte, wo meine Frau arbeitet, haben wir uns das Kunstforum angeschaut. Die Fotografien dort sind ganz ok, aber diese Art von Kunst ist nicht mein Fall.
Demel: Um den Schokomangel auszugleichen, den wir hatten, weil wir nicht bei der Choco Vienna waren, wollten wir die Demel-Austellung besuchen. Die Schlange war aber nicht viel kürzer als am Schwarzenbergplatz, deshalb wurde es auch dort nichts mit Schokolade.
Folterausstellung: Nachdem das Essen bei McDonalds wegen einer zu langen Schlange vorübergehend verschoben wurde, war das Foltermuseum das nächste Ziel. Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole: Die Schlange davor war extremst lang. Also wieder nichts.
Werbemuseum: Ein winziger Raum in dem folgendes zu finden war: Ein Projektor, ein Computer, eine Leinwand, ein Fernseher und viel zu viele Leute. Statt einer Ausstellung wurden wahllos und durcheinander Werbspots von einer DVD abgespielt, die 10 Minuten nachdem wir angekommen waren zu ruckeln begann. Zu dieser Zeit war der Sauerstoff in den Raum aber sowieso schon knapp, deshalb haben wir diese "Ausstellung" wieder verlassen.
Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien:
Nachdem wir uns in einer Pizzeria gestärkt hatten, in der Jasmin ein Glas geschenkt bekam, sahen wir uns das Möbelmuseum an, in dem unter anderem eine Ausstellung über den Kronprinz Rudolf zu sehen war. Die Ausstellungsstücke waren interessant und prunkvoll.

Als wir im Bus nach Hause am Foltermuseum vorbeifuhren hatte sich die Schlange nicht verkleinert.

Fazit: Man sollte sich Museen ansehen, aber nicht unbedingt in der langen Nacht. Die paar Euro ist so ein Museumsbesuch meist wert und man hat keinen Stress und keine Wartezeit. Aber ein Gutes hatte es trotzdem: Wien in der Nacht (besonders der erste Bezirk) ist immer schön.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wir waren auch :-)

*) Technisches Museum: nicht soo viele Leute, nur beim Blitze werfen waren viele Leute angestellt

*) Bestattungsmuseum: Viele Leute, aber wir kamen ganz gut durch (inklusive Sarg probeliegen)

*) ORF Wien: Nicht so viele bei der Landesstudio Wien Tour

*) Foltermuseum: Viel zu lange Schlange ... die ganzen Emos haben uns dann vertrieben :-D

*) Demel: Langweilig und viel zu eng

*) Globenmuseum: interessant mit eigenartiger Hausordnung

*) Museum für Plansprachen: hätte ich mir interessanter vorgestellt, aber auf den Crashkurs in Klingonisch musste ich leider verzichten (weil wir die letzte Ubahn erwischen mussten)

Irgendwann hatten wir den kurzen Gedanken die Albertina zu besuchen. wir haben es nicht versucht, war auch besser so :-)

Anonym hat gesagt…

das foltermuseum dürfte eine große mystik und anziehungskraft haben, weswegen in jeder "langen nacht der museen" etliche leute hingehen. ich habe vor ein paar jahren tatsächlich eine ganz schön lange nacht (hohoho) in diesem verdammten keller verbracht (einige werden jetzt sagen ihnen wäre von anfang an klar gewesen dass puri schon dort war) und kann nur sagen: LANGWEILIG (und das soll schon was heissen, wenn sich puri in einem schwarzen gewölbe voller blut und schmerz nicht wohlfühlt).
Die Schlange wird nicht kleiner, nein tatsächlich wird man durch die ganze ausstellung in dieser schlange geschoben. man bewegt sich also in diesem förderband aus menschlichem fleisch und begafft einige schlecht gemachte papmachee nachstellungen von folterszenen. es hat mich ein bischen an das Jack the ripper haus im prater erinnert, nur noch schlechter. hinzu kommt noch, dass man eine ziemlich kräftige blase braucht, da sich die toilette am ende des museums (bzw. am anfang, da es ein rundgang ist) befindent. geht man zu beginn noch unerschrocken am klo vorbei ("haha ich muss ja nicht"). so bekommt man am ende nicht mehr alzuviel von der "amnesty-international-gegen-folter-ausstellung", in der "zeitgenössische" Folter als mahnmal ausgestellt wird, mit. so stürzt man nur noch mit schweiss auf der stirn und "lasst mich aufs scheisshaus oder ich töte jemanden" schreiend auf die toilette zu.
FAZIT: ich geh da nie wieder rein, ausser vielleicht mit einem sprenkopf, um die menschheit von dieser "Samstag-Abend-Falle" zu befreien.