Was gibts Schöneres, als dem Silvestertrubel zu entfliehen und sich vier Filme anzusehen?
Mamma mia - The Movie:
Schrecklich. Selbst wenn man ABBA mag ist dieser Film eine Zumutung. Die Handlung und die Lieder passen nicht zusammen, da eine Handlung nicht wirklich erkennbar ist (die Geschichte hätte in zehn Minuten erzählt werden können) und die Lieder gewaltsam irgendwo reingequetscht wurden. Meryl Streep versucht ihre Rolle ausgeflippt erschienen zu lassen, wirkt dabei aber leicht alkoholisiert und manisch-depressiv. Getoppt wird das Ganze noch durch ein an den Haaren herbeigezogenes Ende. Wer ABBA mag, sollte sich lieber eine CD anhören.
Keinohrhasen:
Manchmal wirken die Witze zu krampfhaft oder schlichtweg zu alt. Aber meistens sind sie richtig gut. Die Handlung ist natürlich vorhersehbar und die Erzählart hält sich relativ genau an die Regeln für romantische Komödien. Trotzdem ist beim zweiten Hinschauen mehr zu erkennen und zwar viele kleine Seitenhiebe auf die (deutsche) Gesellschaft. Und auch wenn die Frauen in diesem Film manchmal zu hysterisch wirken - diesen Film sollte man eine Chance geben.
The Happening:
Als Fan von "Sixth Sense" und "The Village" erwartet ich viel von M. Night Shyamalans neuestem Film. Der Film beginnt auch gar nicht schlecht. Später wirkt er zum Teil wie "28 Days later", also wenige Leute in einem menschenleeren Gebiet. Das Ende ist dann auch nicht wirklich überzeugend und lässt viele Fragen offen. Für einen Film, der wachrütteln soll, ist er aber viel zu blutig. Überhaupt waren zu viele Splatter-Effekte für einen Mystery-Film, sodass man sich eher an einen Horrorfilm a la "Dawn of the dead" o.ä. erinnert fühlte. Enttäuschend.
Oxford Murders:
Eine Kriminalstory mit philosophisch-mathematischen Gesprächen und Elijah Wood. Zwar ist die Story (vor allem im Nachhinein) gut durchdacht, wahre Spannung will aber nicht so recht aufkommen. Wer mit Philosophie gar nicht zu tun haben will, sollte seine Finger von diesem Film lassen. Kurz vorm Ende wird er Film dann wirklich interessant, ganz am Ende schwächelt er allerdings wieder. Diesen Film muss man nicht gesehen haben.
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten. Schöner wäre es gewesen, den Jahreswechsel mit vier guten Filmen zu verbringen.
Freitag, 2. Januar 2009
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6 Kommentare:
Mamma Mia fand ich super, zumindest besser als die Version aus der Stadthalle (schreckliche Akustik)
Keinohrhasen hat auch einen super OST.
Die anderen beiden kenn ich nicht, sagen mir aber nix.
Meine nächste DVD-Anschaffung wird dann die Erste Staffel von "How I met your mother" am 20.2. Diese Serie ist einfach legen ... där ;-)
Ich denke, dass der Grundgedanke von Mamma Mia nicht schlecht ist, aber man hätte viel mehr daraus machen können. Die Lieder wirken in die Geschichte reingepresst und passen teilweise vom Text her nicht ganz in die jeweiligen Situationen.
In einem guten Musical bzw. Musicalfilm sollten die Lieder die Geschichte tragen und weiterführen. Nur weil es Abba-Lieder sind, die ich übrigens liebe, heißt das nicht, dass es automatisch ein guter Musikfilm wird.
Keinohrhasen hat mich wirklich überrascht - hätte nicht gedacht, dass der Film so gut ist.
The Happening - naja hab auch schon schlechtere Filme dieser Art gesehen.
Oxford Murders - wäre von der Idee her auch gut gewesen, leider haben sie sich nicht ganz auf die Kriminalgeschichte konzentriert, sondern mehr auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Als alter Krimifan, hat mir das natürlich nicht so gut gefallen ;-)
@No-Mo:
Mamma Mia: Du bringst es auf den Punkt.
The Happening: Als ob DU schon so viele Filme dieser Art gesehen hättest ;)
Ein oder zwei waren das, und viele Teilstücke von anderen, aber ich nehme das ja nicht so genau: Alle Filme, in denen jemand auf bestialische, blutreiche Art ums Leben kommt, sind für mich von der gleichen Art ;-)
Also 2/3 aller Filme dieser Welt?
Genau, von diesen 2/3 war er gar nicht einmal so schlecht, ich musste mich nur einmal unter der Decke verstecken ;-)
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