So, spät aber doch habe ich die Kommentarevon Smax zum World of Warcraft-Post herausgenommen, weil ich dazu schon noch etwas schreiben will.
* WoW hat enormes Suchtpotenzial, jedoch nicht, wie überall verbreitet, nur bei den Jugendlichen, sondern in allen Altersschichten (ich bin das beste Beispiel dafür)
- Stimme ich zu, aber wie bei jeder Sucht ist es eine Frage der Willensstärke.
* "Indem man die Kinder einfach fragt, diese sollten nämlich in der Lage sein zu sprechen." - das ist leider genau das Problem, die Jugendlichen wollen nämlich meistens nicht darüber sprechen, oder zumindest nicht mit den Eltern.
- Ich dachte mir, dass dieser Satz Diskussionen auslöst. Die Kunst ist, Interesse zu zeigen, nicht kritisch zu fragen: "Mit was vergeudest du deine Zeit", sondern "Was spielst du da Interessantes". Außerdem kann man ab und zu mal im Kinderzimmer vorbeischaut, wenn das Kind drinnen ist und somit auch mitbekommt mit was sich das Kind so beschäftigt. Die wohnen immerhin zusammen.
* "Dass Spieler länger spielen als sie wollen, kann ich mir nicht vorstellen." - Ist leider absolute Realität, wie am eigenen Leib jeden Tag erfahren. Beispiel: "Ich will heut eigentlich früh in's Bett, weil ich totmüde bin, aber in einer Stunde is wieder Wintergrasp und ich hab die daily's noch nicht für heute.
- Wieder eine Frage der Willensstärke, aber das ist natürlich für mich ein Anzeichen von Sucht. Wenn ich körperliche Bedürfnisse wie Schlaf, Essen oder Trinken vernachlässige, nur um spielen zu können, dann sollte man kritisch hinterfragen, ob man das alles noch im Griff hat.
* "Wenn mir soziale Kontakte wichtig sind, pflege ich sie, anstatt Computer zu spielen." - hmm ... eine eigenartige Aussage. Ich kann mich nicht erinnern jemals Freunde wegen WoW versetzt zu haben, aber ich habe definitiv schon einmal andere Sachen vernachlässigt.
- Das wäre ein weiteres Anzeichen von Sucht. Wenn ich spiele, obwohl ich lieber mit Freunden fortgehen würde.
* "Meiner Erfahrung nach denken Teenager häufig über Selbstmord nach, mindestens jedesmal wenn sie unglücklich verliebt sind." - gefährliche Aussage, tun sie das wirklich?
- Ich habe in meiner Jugend solche Teenager kennengelernt.
* "Erstens trägt ein Verbot nur dazu bei, die Kommunikationsschwierigkeiten mit den Eltern zu verstärken, andererseits raubt man tausenden Menschen ihr Hobby." - Kommunikationsschwierigkeiten sind entweder da oder nicht da, Computerspiele verstärken diese nicht (wieder ich als Beispiel)
- Ich meinte nicht Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund von Schüchternheit, sondern das Unverständnis der Eltern den Spielen ihrer Kinder gegenüber. Wenn man ein Spiel verbietet und die Eltern das Verbot daheim durchsetzen, werden sie dafür von ihren Kindern nicht gerade bewundert werden. Mit Kommunikationsschwierigkeiten meine ich, dass Eltern ihre Informationen eben aus den Medien beziehen könnten, Kinder aus ihrer Erfahrung. Dazwischen liegen Welten.
Mittwoch, 1. April 2009
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1 Kommentar:
Ich stimm dir ja im Prinzip bei allem zu, aber:
* "Ich habe in meiner Jugend solche Teenager kennengelernt." - Damit schließt du von einer kleinen Gruppe auf alle, ich habe keinen einzigen kennengelernt, der so dachte. Wäre genauso, wie wenn ich sage, dass alle Teenager Emos sind, weil ich nur mit denen zu tun hatte.
* "Das wäre ein weiteres Anzeichen von Sucht. Wenn ich spiele, obwohl ich lieber mit Freunden fortgehen würde." - Richtig ... kein weiterer Kommentar dazu.
* "Die Kunst ist, Interesse zu zeigen, nicht kritisch zu fragen: "Mit was vergeudest du deine Zeit", sondern "Was spielst du da Interessantes". Außerdem kann man ab und zu mal im Kinderzimmer vorbeischaut, wenn das Kind drinnen ist und somit auch mitbekommt mit was sich das Kind so beschäftigt. Die wohnen immerhin zusammen." - Ich glaub bzw. weiß, dass es nicht so einfach ist.
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