Wie auch beim Tod von Jörg Haider sage ich folgendes: Menschlich ist der Tod eines jeden Menschen tragisch, als Medienzar wird mir Dichand nicht fehlen.
Dichand hat aus der Krone das gemacht, was sie heute ist: Eine Zeitung, die eine äußert bedenkliche Meinung einer Vielzahl von Österreichern jeden Tag aufs Neue eintrichtert. Die Parolen sind einfach und platt: Ausländer sind kriminell, die EU ist böse, Politiker sind Schmarotzer.
Zu den auserwählten Günstlingen der Krone zählten Jörg Haider, Karl-Heinz Grasser, Barbara Rosenkranz und Hans-Peter Martin (der auch regelmäßig Texte dort veröffentlichen durfte). Ebenfalls als Kolumnist trat Mölzer auf. Mit Richard Nimmerichter (Staberl) und Wolf Martin wurden und werden Menschen beschäftigt, die zum Teil mehr als bedenkliche Texte und Verse publizierten.
Die Leserbriefe schrammen teilweise an der Illegalität vorbei und sind menschenverachtend.
Die gegen die EU gerichtete Berichterstattung untergräbt aktiv die Versuche ein gemeinsames Europa zu schaffen und schafft ein ablehnendes Klima gegen alles, was aus der Union kommt (man denke zB an die "Marmelade-Affäre").
Und das Allerschlimmste: Die heimische Innenpolitik hat sich diesem Blatt unterworfen und das ist beschämend. Ich teile die Meinung der Krone in keinster Weise und ich habe die Krone nicht gewählt. Also erwarte ich von den Politikern, dass sie nicht die Politik machen, die die Krone will.
Ansonsten ist alles wie beim Tod von Haider: Natürlich traut sich niemand jetzt ein schlechtes Wort über Dichand zu verlieren, diese Heuchelei ist kaum auszuhalten.
Donnerstag, 17. Juni 2010
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