Kopfschütteln. Zu mehr war ich letzten Sonntag Abend nicht mehr fähig. Fast 45% für das BZÖ. Wie sehr die Kärntner Jörg Haider geliebt haben, sieht man an der Tatsache, dass sie auch so einen niveaulosen Politiker wie Dörfler wählen, eine Partei unterstützen, die im Rest Österreichs de facto nicht existiert und deren Exponenten in den letzten Jahren am laufenden Band das Gesetz gebrochen haben. Das einzige, dass man als Ausrede gelten lassen kann, ist die Tatsache, dass die Konkurrenz nicht wirklich groß war. Die SPÖ hat in Kärnten ein Problem (Rohr ist der 3. Obmann seit der letzten Wahl), Leute wie Seifried hegen offen mehr Sympathie für das BZÖ als für die SPÖ, die ÖVP und die Grünen waren in Kärnten bestenfalls Mehrheitsbeschaffer und die FPÖ ist dank der Übermacht der orangefarbenen Bruderpartei überflüssig.
In Salzburg wurde auch gewählt. Im Prinzip ist das passiert, was auch bei den nächsten Wahlen (besonders in Wien) passieren wird. Die FPÖ wird Stimmen von der SPÖ (und auch der ÖVP) bekommen, die Grünen werden bestenfalls stagnieren. Das Ganze wird wieder solange gehen, bis die FPÖ Regierungsverantwortung übernehmen muss, dann dreht sich alles wieder. Alles schon mal dagewesen.
Nur eines bleibt als Frage: Die letzte Regierung wurde kritisiert, weil sie hauptsächlich mit Streiten beschäftigt war, diese Regierung wird zynisch und geringschätzig als "Kuschelkoalition" bezeichnet (beides führte zu Stimmverlusten) Was wird denn erwartet? Bei dieser Regierung hat man wenigstens das Gefühl, dass gearbeitet wird.
Freitag, 6. März 2009
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