In Niedersachsen wird zurzeit diskutiert ob die Altersbeschränkung für World of Warcraft von 12 auf 18 Jahre angehoben wird. Grund dafür ist nicht etwa die Darstellung von Gewalt, sondern die Suchtgefahr, die von dem Online-Rollenspiel ausgeht.
Warum dann nicht auch darüber diskutiert wird, dass man Zigaretten und Alkohol ebenfalls erst ab 18 Jahren freigibt, ist mir unklar.
Was aber viel bedenklicher ist:
Allerdings wissen viele Eltern nicht, was in den Kinderzimmern passiert, in die sich der Nachwuchs stundenlang zurückzieht. Nach der KFN-Studie verbringen die von den Autoren als abhängig klassifizierten Spieler weit mehr Zeit vor dem PC, als sie eigentlich wollen, sie isolieren sich sozial, schwänzen die Schule, schlafen schlecht. "12,3 Prozent der Abhängigen haben schon häufig über Selbstmord nachgedacht", berichtete Pfeiffer. (Quelle: futurezone.orf.at)
Eltern sind Erziehungsberechtigte, sie tragen die Sorge dafür, dass sich ihre Kinder gut entwickeln. Wenn Kinder sich stundenlang in ihr Kinderzimmer zurückziehen, dann sollte man einfach versuchen herauszufinden, warum das so ist. Wie? Indem man die Kinder einfach fragt, diese sollten nämlich in der Lage sein zu sprechen. Wenn das mal erledigt ist, kann man Maßnahmen setzen. Sitzt das Kind wirklich die ganze Zeit vor dem Computer und zeigt ein gefährliches Suchtverhalten? Blizzard bietet ein Tool mit dem die Spielzeit reguliert werden kann. Zudem kann man Kindern Alternativen anbieten.
Dass Spieler länger spielen als sie wollen, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn mir soziale Kontakte wichtig sind, pflege ich sie, anstatt Computer zu spielen.
Der Gipfel ist die Aussage über die Selbstmordgedanken. Meiner Erfahrung nach denken Teenager häufig über Selbstmord nach, mindestens jedesmal wenn sie unglücklich verliebt sind. Deshalb würden sie es allerdings nicht tun. Da vor allem Spieler Abhängigkeiten entwickeln, die sich mit dem Spiel in eine Fantasywelt flüchten wollen, ist die Rate derer, die ansonsten unglücklich sind möglicherweise höher. Selbstmordgedanken aber mit dem Spiel zu verknüpfen ist grober Unfug.
Jugendliche Computerspieler zu kriminalisieren, ist auf alle Fälle der total falsche Weg. Erstens trägt ein Verbot nur dazu bei, die Kommunikationsschwierigkeiten mit den Eltern zu verstärken, andererseits raubt man tausenden Menschen ihr Hobby. Und nicht zuletzt gibt es auch Familien, die zusammen World of Warcraft spielen.
Ich gehe aber noch einen Schritt weiter:
Solange das PC-Spielen nicht zur Sucht wird, finde ich es in Ordnung wenn Jugendliche ihre Freizeit vor dem Computer verbringen. Denn ob ein Mensch Briefmarken sammelt, Fußball spielt, Modellautos baut, gerne Bücher liest oder am PC spielt ist egal – sein Hobby sollte man sich frei von Zwängen selbst aussuchen dürfen.
In diesem Sinne: Wie versteckt sich ein Taure im Kirschbaum?
Donnerstag, 19. März 2009
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3 Kommentare:
In diesem Sinne:
Kommt ein Ork mit nem Papagei auf der Schulter in ne Bar. Sagt der Schankkellner: Wo habt ihr den denn her? Sagt der Papagei: Durotar, die gibts da überall.
und natürlich ein Flirtklassiker der Nachtelfen:
Ich hoffe, ihr fürchtete euch nicht vor Schlangen.
Ich bin im Prinzip deiner Meinung, jedoch gibt's ein paar Punkte, die ich kommentieren möchte:
* WoW hat enormes Suchtpotenzial, jedoch nicht, wie überall verbreitet, nur bei den Jugendlichen, sondern in allen Altersschichten (ich bin das beste Beispiel dafür)
* "Indem man die Kinder einfach fragt, diese sollten nämlich in der Lage sein zu sprechen." - das ist leider genau das Problem, die Jugendlichen wollen nämlich meistens nicht darüber sprechen, oder zumindest nicht mit den Eltern.
* "Dass Spieler länger spielen als sie wollen, kann ich mir nicht vorstellen." - Ist leider absolute Realität, wie am eigenen Leib jeden Tag erfahren. Beispiel: "Ich will heut eigentlich früh in's Bett, weil ich totmüde bin, aber in einer Stunde is wieder Wintergrasp und ich hab die daily's noch nicht für heute.
* "Wenn mir soziale Kontakte wichtig sind, pflege ich sie, anstatt Computer zu spielen." - hmm ... eine eigenartige Aussage. Ich kann mich nicht erinnern jemals Freunde wegen WoW versetzt zu haben, aber ich habe definitiv schon einmal andere Sachen vernachlässigt.
* "Meiner Erfahrung nach denken Teenager häufig über Selbstmord nach, mindestens jedesmal wenn sie unglücklich verliebt sind." - gefährliche Aussage, tun sie das wirklich?
* "Erstens trägt ein Verbot nur dazu bei, die Kommunikationsschwierigkeiten mit den Eltern zu verstärken, andererseits raubt man tausenden Menschen ihr Hobby." - Kommunikationsschwierigkeiten sind entweder da oder nicht da, Computerspiele verstärken diese nicht (wieder ich als Beispiel)
hab doch glatt noch was vergessen:
Zwei Kaninchen sitzen im Wald von Elfwynn. Kommt ein Paladin vorbei und schmeisst sein Gottesschild an. Darauf das eine Kaninchen zum anderen: "Siehste, der hat aus unserer letzten Begegnung gelernt."
Wie merkt man sich die 11880?
11 mobs 88 palas 0 kills
Fragt ein Pala seinen Palafreund vor den Toren von Ironforge: "Duell?" Meint der zweite Pala: "Keine Zeit. Ich muss übermorgen zeitig raus."
;-P
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