Wie zu jeder Wahl plakatiert die FPÖ griffige Zweizeiler, die sich im Vergleich zur letzten Wahl nicht immer reimen.
Größter Aufreger: Abendland in Christenhand.
Die SPÖ verurteilt diesen Slogan und verlangt Toleranz und ein Miteinander, besonders da wir uns in einer Krise befinden.
Die ÖVP, die sonst sanfter mit der FPÖ umspringt, findet harte Worte. Von "Unappetitlichkeit" ist da die Rede, die FPÖ sei "am Rande des Nazimus". Der Grund ist klar: Die Kirche steht der ÖVP nahe. Kirchentreue Wähler will man nicht an den rechten Rand verlieren.
Ich sehe es einfach so: Jeder Nicht-Christ, gleich ob Moslem, Jude oder ohne Bekenntnis kann dieses Plakat als Provokation verstehen. Von einer christlichen (Leit)kultur will ich da gar nichts wissen. Fortschritte in unserer Gesellschaft kamen immer trotz der Kirche und nicht durch die Kirche zusammen. Die Zeiten, in denen die Menschen mit Beten zufriedenzustellen waren, sind vorbei. Religion ist Opium fürs Volk.
So gesehen ist das Abendland in unserer Hand. Der Hand aller Europäer.
Montag, 18. Mai 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Ich würde Angst bekommen, wenn das Abendland nur in Christenhand wäre. Ich böser Atheist müsste dann wohl auswandern.
Also Schatz, wenn die FPÖ irgendein großes Mitspracherecht erhält, such dir schon mal ein neues Heimatland für uns aus *g*
In Australien sind die Jedi als Religion anerkannt (oder so) ... das is meine Fluchtmöglichkeit :-)
Kommentar veröffentlichen