Die Krise hat überdeutlich gezeigt, dass die Welt nicht mehr von Nationalstaaten gelenkt und kontrolliert wird, sondern von der vernetzten Wirtschaft. Diese hat es geschafft Staaten wie Island in ernste Bedrängnis zu bringen und hat Regierungen gezwungen riesige Geldmengen in die Hand zu nehmen.
Aus diesem Grund denke ich, dass Kriege in Europa nicht mehr ausbrechen können, da ein Krieg einem Staat aufgrund der übernationalen Konzerne immer mehr schadet als nutzt.
Wen aber die Konzerne die Welt lenken, was hat der Nationalstaat dann noch für einen Sinn? Ich kann in Deutschland mit Euro zahlen, ich werde verstanden, ich brauche keinen Pass um einreisen zu können, die Unterschiede zwischen einem Deutschen und mir sind ebenso groß wie zwischen einem Tiroler und mir. Ebenso verhält es sich mit anderen Staaten (bis auf die Sprache, aber viele Menschen in Österreich können auch englisch sprechen).
Die Gesetze werden hauptsächlich in Brüssel beschlossen, was zu einer Anpassung der Gesetze in den einzelnen Staaten führt. Das ist grundsätzlich auch gut, denn was gut für einen Spanier oder Letten ist, ist es in den meisten Fällen auch für mich (sofern es mich betrifft).
Ich finde, dass die nationalen Parlamente bestehen bleiben müssen, da Europa zu groß ist um zentral von Brüssel aus regiert zu werden, aber mir fällt kein Grund ein, die Grenzen innerhalb der EU bestehen zu lassen. Nur in einem geeinten Europa können der Wirtschaft Grenzen gezogen werden, um im Falle, dass sie wieder einmal baden geht (und das wird sie) gemeinsam reagieren zu können. Das amerikanische Bundesstaaten-Modell würde sich anbieten.
Denn: Ich bin froh leben zu können, wo ich lebe. Aber ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich nun in der Republik Österreich lebe oder in der Europäische Union.
Sonntag, 19. Juli 2009
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