Zurzeit steht die Frage im Raum ob das Gehalt von Mitarbeitern weiterbezahlt werden muss, wenn diese aufgrund des Vulkanausbruchs in Island nicht in der Arbeit erscheinen konnten. Die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft bejahen diese Frage, die Wirtschaftskammer (welche Überraschung) ist dagegen.
Nun, man kann über diese Frage diskutieren. Das muss erlaubt sein, ich bin eindeutig der Meinung, dass hier höhere Gewalt vorliegt, da der Mitarbeiter nichts dafür kann, wenn ein Vulkan schlecht aufgelegt ist.
Was mich aufregt ist dann die Wortmeldung von Kurt Wratzfeld (Arbeitsrechtsexperte), der neben den rechtlichen Erklärungen auch gleich erklärt: "[...]volkswirtschaftlich besser, den Schaden auf viele zu verteilen".
Das muss uns klar sein. Bei einem fiktiven Gehalt von 1.700€ brutto und einem Dienstausfall von einer Woche (diese Zeitspanne wird von den Experten angegeben) ergibt der Streitwert rund 400 Euro. Diese 400 Euro sind von einem einzelnen Menschen natürlich viel einfacher zu zahlen als von einer Firma, die das Gehalt eines Mitarbeiters eigentlich in der Kalkulation haben müsste.
Volkswirtschaftlich besser wäre es natürlich gewesen, wenn der Mitarbeiter gar nicht gefehlt hätte. Er hätte ja die Wirtschaft ankurbeln können, wenn diese Fluggesellschaften den Mumm gehabt hätten im Namen des Profits auch durch den Aschenebel zu fliegen. Schließlich ist Zeit Geld und es wäre ja schon nichts passiert.
Diese unverhohlene Geringschätzung von Menschen (Stichwort: Human Resources - das Unwort des Jahrhunderts) die die Wirschaft an den Tag legt, habe ich so satt.
Freitag, 23. April 2010
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