Seiten

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Die letzte leise Reise

Am Dienstag waren die Sportfreunde in der Wiener Stadthalle und sie hatten Kate Nash (als Vorgruppe) mit.

Das erste Album von Kate Nash "Made of bricks" ist eine wirklich tolle CD (eine dieser wenigen CDs auf der jedes Lied gut ist), die bisherigen Live-Mitschnitte von YouTube hatten mich aber nicht begeistert. Ich wurde eines Besseren belehrt. Kate Nash ist live wirklich super - absolut empfehlenswert.

Die eigentlichen Stars des Abends waren aber die Sportfreunde Stiller. Ich hatte die letzten Jahre ein wenig das Interesse an der Band verloren, weil mir die drei Alben "So wie einst Real Madrid", "Die gute Seite" und "Burli" wirklich gut gefallen haben, "La Bum" konnte mich aber nicht so richtig überzeugen. Vom neuesten Album kannte ich nur die Udo-Jürges-Coverversion "Ich war noch niemals in New York", das jetzt meiner Meinung nach kein Meisterstück ist - einen zeitlosen Schlager zu covern ist natürlich eine leichte Möglichkeit um in die Charts zu kommen.

Nachdem auch das letzte Sprtfreunde-Konzert zwar gut, aber nicht herausragend war, hatte ich meine Erwartungen nicht all zu hoch angesetzt. Aber wie so oft wenn man mit niedrigen Erwartungen an eine Sache herangeht, wurden sie um Längen übertroffen.

Die Sportfreunde spielten Lieder von fast allen bisherigen Alben, die neuen Versionen waren auch fast alle sehr gelungen (einzig der spanische Refrain von "Komm schon" gefiel mir nicht). Die Duett-Version von "Tu nur das was dein Herz dir sagt" inklusive Streicher erzeugte Gänsehaut-Stimmung und Rock'n'Roll-Queen im Duett mit Kate Nash hat mir natürlich auch sehr gut gefallen.

Die zwei Zugaben waren wirklich was Besonderes. Bei der ersten Zugabe spielte die Band nicht mehr auf der Bühne sondern von den Zuschauerrängen aus. Bei der zweiten Zugabe kam dann endlich "Ich, Roque" und Peter beendete das Konzert mit einem Stagedive.

Das Konzert nimmt definitiv einen der Top-Plätze in meinem Konzerte-Ranking ein.

Keine Kommentare: