Am Wochenende haben sich ein 19- und ein 20-jähriger Jugendlicher ein Rennen geliefert. Bei einem Überholmanöver des 19-jährigen gab es einen Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Der Jugendliche starb, der Fahrer des anderen Autos trug schwere Verletzungen davon. Soweit die Fakten.
Bedenklich ist was "Heute" daraus macht:
"[...]wie aus dem Nichts kam ein Auto entgegen[...]"
"[...]er starb in den Armen seines Freundes[...]"
Der arme Junge, der ja nur ein Rennen auf einer öffentlichen Straße machen wollte. Wie kann man da auch mit Gegenverkehr rechnen? Vielleicht sollte "Heute" erkennen, dass der Junge der Täter, nicht das Opfer war. Über das wahre Opfer wurde nur ein Satz verloren. Dafür wurde beim Täter extra auf die Tränendrüse gedrückt.
Versteht mich nicht falsch: Ich empfinde den Tod als eine zu harte Strafe für ein illegales Rennen. Aber es ist ein Risiko, das die beiden selbstverantwortlich eingegangen sind.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
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1 Kommentar:
genau das ist das Problem mit Boulevardblättern. Oder wie die Ärzte sagen:
"Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht" - Lasse reden, Die Ärzte.
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich entsetzt, wenn in in der früh im Zug sitze und mir dann "Meinungen" von Personen um mich herum anhören muss, die offensichtlich jeden Tag "Heute" oder "Österreich" lesen.
PS: das passiert aber auch nur, wenn ich am Vorabend vergesse meinen iPod aufzuladen :-s
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