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Donnerstag, 16. Dezember 2010

I'm loving it

Eine amerikanische Mutter will McDonald's verklagen, weil es zu deren "Happy Meals" Spielzug als Draufgabe dazu gibt.
Als Grund für ihr Engagement nannte Parham ihre sechs Jahre alte Tochter Maya, die vor allem wegen der Spielzeuge bei McDonald’s essen wolle. „Ich sorge mich um die Gesundheit meiner Kinder und bin der Meinung, dass McDonald’s in ihrer Entwicklung möglichst wenig Raum einnehmen sollte“, sagte sie.
Wenn die Mutter der Meinung ist, dass McDonald's in der Entwicklung ihrer Tochter keinen Raum einnehmen soll, dann sollte sie mit ihrer Tochter eben NICHT zu McDonald's gehen.
Unterstützt wird die Sammelklage von der Non-Profit-Organisation Center for Science in the Public Interest (CSPI), das darauf verweist, dass kleine Kinder noch nicht in der Lage seien, Werbemaßnahmen als solche zu erkennen.
Aus diesem Grund entscheiden auch sechsjährige Kinder nicht selbst wo, wann und was sie essen. Dafür gibt es nämlich Erziehungsberechtigte, die Werbemaßnahmen sehr wohl als solche erkennen können.
„Ich werde permanent von meinen beiden Töchtern zum Kauf von ‚Happy Meals‘ gezwungen“, sagte Parham gegenüber der „Los Angeles Times“. „Ich versuche zwar, dem Betteln meiner Kinder maximal einmal im Monat nachzukommen, aber das sorgt regelmäßig für Streit.“
Als Elternteil muss man immer wieder einmal unpopuläre Maßnahmen setzen. Wenn Frau Parham ihren Kindern immer nachgibt um Streit zu vermeiden, dann wünsche ich ihr viel Spaß, wenn ihre Töchter kostspieligere Wünsche äußern, wie zB. ein Haustier oder ein eigenes Auto.
Die Schwierigkeit: Die Spielzeugbeigaben erscheinen saisonal und in Serien, so dass die Sammelleidenschaft der Kinder geweckt wird. Um alle Kuscheltiere oder Spielfiguren einer Edition zu erhalten, wären mindestens wöchentliche Besuche notwendig, rechnete Parham der Zeitung vor.
So oft ändert sich der Inhalt des Happy Meals auch wieder nicht, außerdem gibt es die Möglichkeit das Spielzeug auch seperat zu kaufen.

Auch wenn ich nicht auf den Ausläufern der Antiamerikanismus-Welle schwimmen möchte, zeichnet sich hier doch ein Schema ab. In den USA scheint es eine gute Taktik zu sein, sich entweder dumm oder unbeholfen darzustellen und dann jemanden zu verklagen, sei es weil auf Plastikbechern für Kaffee nicht drauf steht, dass dieser heiß ist, dass Zigarettenfirmen uns nicht viel eindringlicher gewarnt haben dass Rauchen schädlich ist oder weil sie arme Eltern zwingt mit ihren Kindern zu McDonald's zu gehen. Ich hoffe, dass dieser Trend nie nach Europa schwappt.

1 Kommentar:

No-Mo hat gesagt…

Aber Schatz...ich will doch das Happy Meal!