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Mittwoch, 28. Oktober 2009

Abgeschoben

Was macht man in Österreich, wenn man einen Minister hat, der nicht nur unpopulär ist, sondern noch zusätzlich eine Stadtpartei anführt, die bestenfalls ein Schattendasein führt? Man schiebt ihn in die EU-Kommission ab.

Von wegen, Faymann hat sich durchgesetzt. Die ÖVP hat es geschafft einen Minister loszuwerden, der sich den Zorn der Studenten und Wissenschaftler zugezogen hat, der mit der ÖVP Wien einen aussichtslosen Kampf um Stimmen führt, welcher durch seine jüngsten Aktionen nicht leichter wird. Und das völlig ohne Gesichtsverlust. Für Molterer wird schon noch ein Versorgungsposten gefunden.

Das Schlimme an der Sache: Hahn wurde ja nicht in die Kommission geschickt, weil er ein Experte ist - Österreich weiß ja noch nicht einmal für welches Ressort wir Hahn stellen. Sollte man nicht abwarten was man bekommt und dann jemand mit Qualifikation hinschicken? Nein, nicht in Österreich, da wird der Job als Versorgungsposten gesehen, als Proporzposten, der zwischen den Regierungsparteien ausgeschnapst wird. Manche fragen sich, warum die EU bei den Österreichern so einen schlechten Ruf hat. Wen wunderts, so wie sie uns verkauft wird?

Das Beste zum Schluss: Hahn hat vorsorglich gleich mal klarstellen wollen, dass er trotzdem noch immer Chef der ÖVP Wien bleiben will. Der Kommissionsjob ist ja sicher nicht zeitfüllend. Diese Geringschätzung der Arbeit in der EU kann sich rächen! Aber naja, dann jammern halt alle wieder, wenn "die EU uns wieder schikaniert" und wir uns nicht wehren können.

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