Das erste englische Album von Shakira, Laundry Service, war nicht schlecht. Die Texte waren einfallsreich, Shakiras Stimme war gut und das Album hatte keine wirkliche Schwachstelle. Selbst die Remixes der ausgekoppelten Singles waren gut. Im Video zu "Wherever, whenever" ließ Shakira die Hüften kreisen, was wohl für den Verkauf förderlich war.
Dann wurde ein Lied aus dem zweiten Album ausgekoppelt und Shakira wälzte sich in einer schwarzen Flüssigkeit und bewegte ihre Hüften. Das sah ziemlich eigenartig aus. Musikalisch war das Lied nicht weiter beachtenswert.
Jetzt ist Shewolf da. Shakira hat jetzt fast gar nichts mehr an, dafür bewegt sich sich noch eigenartiger als vorhin. Das Lied ist musikalisch ein Reinfall, von den Medien wird das Lied trotzdem gehypt.
Leider ist das Lied nur eines von vielen. In vielen Liedern sind Bewegungen zu sehen, die Frauen für gewöhnlich nur im Schlafzimmer machen, sie haben wenig bis gar nichts an (als Beispiel "Womanizer" von Britney Spears) und bekommen dafür maximale mediale Aufmerksamkeit (wie zB Lady Gaga).
Halten die Künstler die Männer wirklich für so dumm, dass diese Musik kaufen, weil das Gehirn Sex damit verbindet? Oder funkioniert der Trick wirklich?
Wenn ich an meine Jugend und Lieder wie "Baby, one more time" oder "If you had my love" zurückdenke, dann stimmt es schon, dass auch dort mit ähnlichen Methoden gearbeitet wurde, aber subtil und nicht mit der Holzhammermethode, reduziert auf die Formel. Nackt + Beischlafbewegungen = maximaler Profit.
Und auch heute gibt es weibliche Künstler, die gute Musik machen und dabei normale Videos machen.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Madonna arbeitet mit diesem Prinzip schon mehrere Jahrzente und das nicht gerade unerfolgreich. Sex sells :-)
Seit "Hung up" wirkt das aber eher befremdend als anziehend.
Ich fühle mich als potentieller Käufer herabgewürdigt, wenn die Musikproduzenten glauben, eine nackte Frau und Beischlafbewegungen würden ausreichen, um mir Musik zu verkaufen. So intelligent bin ich aber, dass ich CDs kaufe, weil mir die Musik gefällt.
Sex sells zieht bei solchen Holzhammermethoden bei mir eben nicht - und ich bin sicher kein Einzelfall.
Kommentar veröffentlichen